Zwei Siege in drei Spielen für die Schweizer Curlerinnen
Nach dem überzeugenden 5:3-Auftaktsieg gegen die letztjährigen Europameisterinnen aus Schottland (Eve Muirhead) bekamen es Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott am Sonntag bereits wieder mit einem der Medaillenanwärter zu tun. Gegen die von der erst 21-jährigen Anna Sidorowa angeführten Russinnen zogen sie jedoch den Kürzeren - und dies deutlich mit 3:9.
Auch gegen Italien siegreich
Im zweiten Spiel vom Sonntag fanden die Schweizerinnen sogleich wieder auf die Siegesspur zurück. Den routinierten Italienerinnen um Skip Diana Gaspari liessen sie beim 10:4 keine Chance. Mit einem Zweierhaus im ersten und einem gestohlenen Dreier im zweiten End erabreiteten sie sich eine komfortable Führung, die sie sogar noch ausbauten.
Russlands Curlerinnen haben in der noch jungen Saison grosse Fortschritte an den Tag gelegt. Diese verdanken sie zu einem guten Teil ihrem Coach Thomas Lips. Der 42-jährige Zürcher führte in der letzten Saison das Davoser Team um Skip Mirjam Ott im kanadischen Lethbridge zum Weltmeister-Titel. Danach nahm er ein Angebot des russischen Verbandes an.
Männer gewinnen zum ersten Mal
Sidorowa hat sich mit ihrem Team unter diere Favoriten auf den EM-Titel gereiht. Die Russinnen aus Moskau diktierten den Match gegen die Schweizerinnen von Beginn an. Ein gestohlenes Dreierhaus zum 6:1 im 5. End brachte die Vorentscheidung, nach acht Ends gaben die Davoserinnen in aussichtsloser Lage auf.
Das Schweizer Männerteam um Skip Sven Michel errang derweil in seinem dritten Spiel den ersten Sieg. Die Adelbodner siegten gegen Aufsteiger Ungarn 9:4. Die Entscheidung brachte ein Viererhaus im 9. End.
Ungaren mussten aufgeben
Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel liessen sich durch die anfänglichen Niederlagen gegen die Titelanwärter Schweden und Norwegen nicht verunsichern. Im dritten Spiel errangen sie mit einem 9:4 gegen den Aufsteiger und EM-A-Debütanten Ungarn (György Nagy) den ersten Sieg.
Die Entscheidung brachte ein Viererhaus im 9. End, das die Ungarn zur Aufgabe zwang. In der Runde vom Sonntagabend bezwangen sie das routinierte französische Team von Thomas Dufour 6:3. Nach einem frühen Zweierhaus im 2. End gaben sie die Kontrolle über die Partie nicht mehr ab.
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