Lakers und Thunder: Revanchegelüste zu Weihnachten
Von Hardy Heuer
München - Die NBA-Fans werden an Weihnachten reichlich beschenkt.
Gleich zwei Kracher stehen am Dienstag auf dem Programm.
In Miami steigt das Duell zwischen den momentan besten Teams der Liga. Die Oklahoma City Thunder (21-5) sind zu Gast bei den Heat (18-6).
Zuvor wollen aber die Los Angeles Lakers gegen die New York Knicks ihre bisher längste Siegesserie der Saison ausbauen.
Lakers im Aufwind
Vier Spiele in Folge konnte das Team aus Hollywood für sich entscheiden, Kobe Bryant und Co. befinden sich nach schwachem Saisonstart im Aufwind.
Beim Overtime-Sieg in Golden State feierte zudem Steve Nash ein starkes Comeback.
"Es ist ein grossartiges Gefühl, wieder mit den Jungs spielen zu können", freute der Kanadier sich über seine Rückkehr auf das Parkett.
Gasol fordert Sieg
Gegen die Knicks wird Nash in Bestform gebraucht, schliesslich treffen die Lakers auf das zweitbeste Team im Osten.
Am 13. Dezember ging das Wiedersehen von Lakers-Coach Mike D'Antoni mit seinem ehemaligen Team bereits in die Hose. Mit 107:116 musste sich Los Angeles den Knicks geschlagen geben.
Nun soll die Revanche im Staples Center glücken. "Wir müssen dieses Spiel um jeden Preis gewinnen", fordert Forward Pau Gasol.
Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Nash. "Jeder spürt nun, dass er die Möglichkeit zum Punkten bekommt, weil der Ball die freien Spieler erreichen wird", lobt D'Antoni Nashs Pass-Qualitäten.
Grosser Respekt vor Anthony
Knicks-Star Carmelo Anthony, der mit 28,3 Punkten im Schnitt in der Scorer-Wertung an zweiter Stelle knapp hinter Bryant (29,7) liegt, wird aber grossen Widerstand leisten.
"Melo spielt hervorragend, wir wissen das. Aber es gibt noch andere in dieser Mannschaft, die sehr gut spielen und erfahren sind", warnt Gasol.
"Es geht nichts über ein Spiel an Weihnachten", freut sich Anthony bereits auf die Partie bei den Lakers.
James und Durant bleiben ruhig
Auch in Miami herrscht bei den Fans grosse Vorfreude vor dem Giganten-Treffen zwischen den Vorjahres-Finalisten , obwohl die beiden Protagonisten die Bedeutung der Partie herunterspielen.
"Wir wollen gut spielen, nur das zählt", betont der letztjährige Finals-MVP LeBron James. "Wir wollen nicht herausfinden, wo wir stehen, sondern einfach nur gut spielen."
Thunder-Topscorer Kevin Durant verschwendet keinen Gedanken mehr an das verlorene Finale. "Das ist schon so lange her", sagt er: "Natürlich habe ich aus den Finals viel gelernt. Aber um ehrlich zu sein: Es ist nur eine weitere Partie im Spielplan."
Heat-Forward Udonis Haslem geht das Ganze etwas euphorischer an."Dieses Spiel wird auf einem anderen emotionalen Level stattfinden. Es ist schliesslich das Rematch der NBA-Finals", betont er: "Schon allein diese Tatsache wird die Intensität und das Level steigern."
James nerven Vergleiche mit Durant
James will derweil von den Vergleichen mit Durant nichts wissen.
"Es sind zwei der besten Spieler in der Liga. Man muss nicht immer ihre Stellung definieren, es sind einfach zwei der besten Spieler", stellt er klar und warnt vor den offensivstarken Thunder:
"Wir müssen gut verteidigen. Sie sind eines der besten Scoring-Teams."
Nach zwölf Siegen in Folge mussten die Thunder bei den Minnesota Timberwolves allerdings erstmals wieder eine Niederlage einstecken.
"Es ist nicht das Ende der Welt. So ist das nun mal in dieser Liga. Du kannst jedes Spiel verlieren. Es war eine grosse Lektion für uns", sagt Durant und sendet zugleich eine Kampfansage an Miami: "Wir wollen dieses Mal gewinnen."
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