12 Punkte in 2 Minuten: Melos Endspurt rettet Knicks
Von Eric Böhm
München - Carmelo Anthony hat den New York Knicks einen besinnlichen Weihnachtsabend beschert.
Der Superstar bog die fast schon verlorene Partie gegen die Minnesota Timberwolves im Schlussviertel doch noch um. Am Ende stand ein 94:91 (46:55)-Heimsieg zu Buche.
19 seiner 33 Punkte markierte Anthony in den letzten zwölf Minuten. Sein furioser 12:5-Lauf in den finalen 113 Sekunden wendete das Blatt.
"Wir haben uns wieder einmal ein tiefes Loch gegraben. Aber ich wusste, wir würden diesmal zurückkommen. Unser Kampfgeist ist grossartig", sagte "Melo".
Anthony gegen Weihnachten
Der MVP-Kandidat lieferte eine interessante Erklärung für die lange Anlaufzeit des Tabellenzweiten der Eastern Conference.
"Wir brauchten dringend Energie von den Fans, und dann wird in der Halbzeit diese Weihnachtsmusik gespielt. Das hat uns fast eingeschläfert", erklärte der 28-Jährige.
Erst Mitte des dritten Viertels wachte seine Mannschaft etwas auf. Center Tyson Chandler gab einen wichtigen Kick.
Chandler trumpft auf
Der Mavericks-Meister von 2011 markierte zehn seiner 16 Punkte in dem Spielabschnitt. Immer wieder schloss er am Korb ab oder zog Fouls. Zudem holte "TC" neun Rebounds.
Auch Sixth Man J.R. Smith konnte überzeugen. Dem Guard gelangen 19 Zähler sowie sieben Assists.
"In so einem Spiel vor Weihnachten kannst du dich schnell einlullen lassen. Minnesota ist tough, aber wir haben eine Reaktion gezeigt", freute sich Chandler.
Love fehlt
Direkt nach dem Spiel ging es zum Flughafen. Am ersten Weihnachtstag steht der Auftritt bei den L.A. Lakers und Ex-Trainer Mike D'Antoni an.
Vielleicht spukte der Kracher schon in den Köpfen herum. Denn die Wolves hatten das Spiel auch ohne ihren All-Star Kevin Love (Augenverletzung) lange Zeit unter Kontrolle gehabt.
Nikola Pekovic sammelte 21 Zähler und 17 Rebounds. Ricky Rubio kam 18 Minuten zum Einsatz, leistete sich aber fünf Ballverluste.
"Es war unglücklich. Bis auf die letzten Minuten waren wir klar besser. Plötzlich lief alles gegen uns", sagte Chandlers ehemaliger Mavs-Kollege J.J. Barea.
SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:
* Phoenix Suns - Los Angeles Clippers 77:103
Die Los Angeles Clippers feierten dank des 103:77 (58:43) bei den Phoenix Suns ihren 13. Erfolg in Serie und bauten ihren Teamrekord weiter aus.
Forward Blake Griffin erzielte 23 Punkte, Point Guard Chris Paul steuerte 17 Zähler sowie 13 Assists bei.
"Wir machen einfach unseren Job. Um irgendwelche Statistiken kümmern wir uns nicht. Für uns zählen Siege", sagte Griffin.
Suns chancenlos
Die Clippers bleiben im Westen Zweiter hinter Oklahoma City. Die Suns hängen auf dem drittletzen Rang fest.
"Lob City" war für sie mindestens eine Nummer zu gross. Flügelspieler Jared Dudley sammelte 19 Punkte und sieben Rebounds. Der Ex-Bamberger P.J. Tucker kam auf zwei Zähler.
"Paul war in der Abwehr ein Ein-Mann-Abrisskommando. Er hat uns nie ins Spiel kommen lassen", meinte Dudley.
* Brooklyn Nets - Philadelphia 76ers 95:92
Die Brooklyn Nets haben ihre drei Spiele andauernde Pleitenserie beendet und gegen die Philadelphia 76ers mit 95:92 (43:41) gewonnen.
Bester Werfer der Nets war Joe Johnson, der 22 Punkte erzielte und sieben Rebounds abgriff. Gerald Wallace lieferte mit 14 Zählern, neun Rebounds und sechs Assists eine starke Allround-Leistung ab, Spielmacher Deron Williams kam auf 16 Punkte.
"Dieses Erfolgserlebnis haben wir dringend gebraucht. Speziell in unsere eigenen Halle fehlte uns zuletzt das Selbstvertrauen", bestätigte D-Will.
Collins lobt Johnson
Bei den Gästen aus Philly sorgte Jrue Holiday für 24 Punkten und neun Assists, Thaddeus Young kam mit 18 Zählern und zehn Rebounds auf ein Double-Double.
"Joe Johnson war der gefährlichste Mann auf dem Court. Der 20:5-Lauf nach dem guten Start hat uns aus dem Rhythmus gebracht", analysierte Sixers-Coach Doug Collins.
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