Miami dominiert: James holt den Mailman ein
Von Eric Böhm
München - Gegen Karl Malones langjähriges Team hat LeBron James eine Bestmarke der NBA-Legende egalisiert.
Beim 105:89 (47:43) seiner Miami Heat über die Utah Jazz gelangen dem MVP auch im 24. Saisonspiel mindestens 20 Punkte. Der "Mailman" hatte eine solche Serie 1989/1990 geliefert.
Insgesamt sammelte James 30 Zähler, neun Rebounds sowie sieben Assists und festigte damit die Führung des Meisters in der Eastern Conference.
"Das macht mich schon etwas stolz. Karl Malone war ein grosser, ein fantastischer Spieler", sagte James.
Diverse Serien halten
Saisonübergreifend war es sogar schon seine 29. Partie mit 20 Punkten oder mehr. Rechnet man die Playoffs 2012 dazu, sind es sogar 45 Spiele.
Fast noch bemerkenswerter ist, dass der ausgezeichnete Verteidiger seit 250 Minuten kein Foul mehr begangen hat.
"Das wäre besorgniserregend, wenn er nur rumstehen würde, aber Lebron ist sehr aktiv. Seine Kombination aus Talent und Einstellung erlaubt ihm, ohne Fouls exzellente Defense zu spielen", lobte Cheftrainer Erik Spoelstra.
"Das ist Heat-Basketball"
Dwyane Wade steuerte 21 Zähler und sieben Assists bei. Gemeinsam mit Shane Battier (15 Punkte) fing er so den Ausfall von Chris Bosh (Erkältung) auf.
Die Heat erleben aktuell ihren beste Phase der Saison. Die vergangenen vier Siege wurden im Durchschnitt mit 18 Punkten Vorsprung eingefahren.
"Das ist Heat-Basketball. Wir brauchten etwas Anlaufzeit. Jetzt läuft es in Abwehr und Angriff richtig gut", freute sich Spoelstra.
Weihnachts-Gipfel wartet
Für das Weihnachts-Rematch der Finals 2012 gegen die Oklahoma City Thunder ist seine Mannschaft in jedem Fall gerüstet.
Ein 22:6-Start in die zweite Hälfte verschaffte Miami eine komfortable 69:49-Führung. Knapp fünf Minuten vor dem Ende kam Utah noch einmal auf acht Zähler heran, aber James und Ray Allen (13 Punkte) beendeten die Hoffnungen der Gäste postwendend.
Williams fällt aus
Für Utah markierte Marvin Williams 16 Zähler. Zu allem Überfluss zog sich Point Guard Mo Williams früh eine Daumenverletzung zu und konnte nicht weiterspielen.
"Wir müssen positive Dinge mitnehmen. Wir haben gekämpft und nicht aufgegeben. Das zählt", sagte Jazz-Coach Tyrone Corbin.
Seine Truppe rangiert mit ausgeglichener Bilanz auf dem zehnten Platz der Western Conference.
SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:
* Atlanta Hawks - Chicago Bulls 92:75
Die Atlanta Hawks setzten sich überraschend deutlich mit 92:75 (53:37) gegen die Chicago Bulls durch.
Nach einem klaren Vorsprung zur Pause machten die Hawks schon im dritten Viertel den Sack zu. Center Al Horford (20 Punkte, 10 Assists) gelang ein starkes Double-Double.
"Wir standen nach den schlechten Ergebnissen schon mit dem Rücken zur Wand. Diese Leistung und Energie müssen wir konstanter bringen", forderte Horford.
Schwankungen plagen Chicago
Während bei Atlanta alle Starter zweistellig punkteten, kam für die Bulls niemand über elf Zähler hinaus. Das Duell der Startformationen des Dritten und Vierten der Eastern Conference ging deutlich an die Hawks (72:39).
"Das ist bitter. Wir haben riesige Schwankungen. Höhen und Tiefen wechseln sich extrem schnell ab", haderte Chicagos Joakim Noah (10 Zähler). Tags zuvor hatte sein Team die Knicks in New York über weite Strecken dominiert.
* Houston Rockets - Memphis Grizzlies 121:96
Dank 31 Punkten von James Harden gewannen die Houston Rockets 121:96 (64:54) gegen die Memphis Grizzlies und feierten ihren dritten Sieg in Folge.
Starke Zwischenspurts im zweiten Viertel sorgten schon früh für einen grossen Vorsprung. Harden (8 Assists) und Jeremy Lin (15 Zähler, 11 Vorlagen) führten exzellent Regie.
"Dieses Spiel zeigt, wie explosiv wir sein können. Diesem Team schenkst du nicht einfach so 120 Punkte ein. Wir lassen den Ball super laufen", jubelte Lin.
Rockets-Tempo lähmt Memphis
Memphis liess erstmals seit dem ersten Saisonspiel mehr als 100 Punkte zu und kassierte nach vier Erfolgen wieder eine Niederlage.
Mike Conley Jr. war mit 16 Punkten noch ihr bester Schütze. Die Schnellangriffe der Rockets neutralisierten ihre sonst so zuverlässigen Big Men Zach Randolph und Marc Gasol.
"Sie haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Ihr Tempo hat uns grosse Probleme bereitet", ärgerte sich Rudy Gay, dem nur sechs Pünktchen gelangen.
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