41 Punkte! Durant holt die Hawks vom Himmel
Von Florian Pertsch
München - Die Oklahoma City Thunder haben die Atlanta Hawks dank eines Gala-Abends von Superstar Kevin Durant mit 100:92 (55:41) abgefertigt und damit die beste Bilanz der NBA mit dem zwölften Triumph in Folge auf 21 Siege bei nur vier Niederlagen ausgebaut .
"Durantula" schenkte den Hawks 41 Punkte und 13 Rebounds ein, Aufbauspieler Russell Westbrook kam mit 27 Zählern und elf Assists ebenfalls auf ein Double-Double .
Hawks-Coach Drew kapituliert vor Durant
Ausser den beiden Stars punktete keiner der Thunder-Akteure zweistellig, doch OKC-Coach Scott Brooks nahm die Tatsache mit Gleichmut hin:
"Es gibt eben Abende, da ist ein Spieler besonders heiss. Im nächsten Spiel kann es dann schon wieder anders aussehen."
Hawks-Trainer Larry Drew kapitulierte angesichts der sensationellen Leistung Durants: "Wir haben ihn gedoppelt, eine Zonenverteidigung gespielt, wir haben einfach alles versucht. Kevin ist nicht zu stoppen, wenn er so heiss läuft."
Gala in Hälfte zwei
Durant erzielte 28 Punkte in der zweiten Hälfte, davon 18 im letzten Viertel und lobte Kollege Westbrook, der 21 Zähler in den ersten 24 Minuten ablieferte.
Durantula lobt Point Guard Westbrook
"Er war sehr aggressiv und bekam viele offene Sprungwürfe von Atlanta. Davon haben wir alle - und speziell ich - in der zweiten Hälfte, profitiert. Seine Leistung hat es für mich leichter gemacht", lobte er seinen Teamkollegen.
Bei den Hawks, die im Osten trotz der Niederlage (15-8) weiter die schärfsten Verfolger der New York Knicks und des Meisters aus Miami bleiben, war Jeff Teague mit 19 Punkten (9 Assists) der beste Werfer.
Joe Johnson legte mit 17 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double hin.
"Wir haben geschlafen"
Atlantas Al Horford war nach der Partie ziemlich bedient und bemängelte die fehlende Konzentration der Hawks:
"Ein zweites Viertel, wie wir es abgeliefert haben, ist einfach nicht akzeptabel. Wir haben geschlafen und schon hatte OKC einen grossen Vorsprung. Das darf gegen solch ein Team nicht passieren."
SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:
* Memphis Grizzlies - Milwaukee Bucks 90:80
Die Memphis Grizzlies festigten ihre Verfolgerrolle im Westen hinter Vizemeister Oklahoma und den Los Angeles Clippers dank eines 90:80 (43:34)-Erfolgs gegen die Milwaukee Bucks.
Star-Forward Zack Randolph trumpfte mit einem Double-Double (15 Punkte, 17 Rebounds) auf, Center Marc Gasol zog mit zwölf Punkten und zwölf Rebounds nach.
Die Grizzlies feierten gegen die Bucks ihren dritten Sieg in Folge und sitzen OKC mit einer Bilanz von 17 Siegen bei sechs Niederlagen weiter im Nacken. Als nächstes treffen die "Grizz" auf die Dallas Mavericks .
Doch nicht nur die Offense der Grizzlies war entscheidend, denn Tony Allen hielt Bucks-Punktegarant Monta Ellis bei mageren vier Zählern und nur einem Treffer bei 14 Versuchen aus dem Feld.
Allen stellt Ellis kalt
"Das kann ein Spiel komplett verändern", lobte Mike Conley Allens Abwehrarbeit: "Einen Scorer wie Monta aus der Partie zu nehmen, ist einfach unglaublich."
Bei den Bucks zeigte nur Point Guard Brandon Jennings Normalform, der auf 26 Punkte und sieben Rebounds kam.
Grizzlies-Coach Lionel Hollins war von Allen ebenfalls beeindruckt, war aber nicht vollkommen zufrieden.
"Tonys Verteidigung war extraklasse. Trotzdem habe ich vor dem Spiel gesagt: Wenn wir Ellis und Jennings ausschalten, dann werden wir keine Problem haben. Jennings kam auf 26 Punkte, folglich war es für mich kein gutes Spiel", grummelte der Trainer.
* Houston Rockets - Philadelphia 76ers 125:103
Die Houston Rockets bauten ihre Erfolgsserie nach dem Triumph bei den New Yorks Knicks aus und verpassten den Philadelphia 76ers mit 125:103 (56:51) eine deutliche Niederlage.
Nach Jeremy Lins Gala im "Big Apple" drehte diesmal James Harden auf, der 33 Punkte und sieben Assists ablieferte .
Für Harden war es ein Wiedersehen mit Phillys Trainer Doug Collins, der den Bart der Liga am College in Arizona unter seine Fittiche nahm, und dem Neuzugang der Rocktes das ultimative Kompliment machte.
Collins vergleicht Harden mit "King Kames"
"Wenn er zum Korb zieht, hat das für mich sehr viel Ähnlichkeit mit LeBron James. Er vereint Grösse, Kraft und Abschlussstärke - und er liebt Köperkontakt", schwärmte Collins.
Harden war artig genug, die Lorbeeren an den Ex-Mentor zurückzugeben. "Er hat mir sehr viel beigebracht. Damals war ich vielleicht noch etwas zurückhaltend, aber jetzt hab ich endlich den inneren Drive", erklärte Houstons Top-Scorer, dem von Collins früher der fehlende Einsatz vorgeworfen wurde.
"Linsanity" kam auf 18 Zähler, Center Ömer Asik legte mit 17 Punkten und 15 Rebounds ein Double-Double auf.
Bei den 76ers, die ihre fünfte Niederlage in Folge hinnehmen mussten, überzeugten vor allem die Bankspieler Nick Young (21 Punkte) und Dorell Wright (20).
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