Vollmer bereit für den Monday-Night-Kracher
München - Es ist ein festes Ritual zu Beginn der amerikanischen Arbeitswoche: Das Monday Night Game hat längst auch im Rest der Welt Kultstatus erreicht.
Seit 42 Jahren ist es das Aushängeschild der NFL. Am 14. Spieltag darf Right Tackle Sebastian Vollmer mit seinen New England Patriots zum ersten Mal in dieser Saison zur Prime Time ran.
Auch die anhaltenden Rückenprobleme werden Vollmer nicht von einem Einsatz im Kracher gegen die Houston Texans abhalten.
"Es ist nicht so, dass ich jeden Tag Schmerzen hätte. Ich schaue jetzt nur auf Montag", hatte Vollmer schon Tage vorher betont.
Historisches Duell
Zuletzt hatte er wegen der Probleme zwar pausieren müssen, im Topspiel ist er für die Patriots aber unverzichtbar. Denn der Düsseldorfer spielt in seiner vierten Saison auf konstant hohem Niveau.
Das historische Duell - nie waren die Bilanzen zweier Teams in einem Montagsspiel besser - hat grosse Bedeutung für den Kampf um den Heimvorteil für die AFC-Playoffs.
"Es ist eine grosse Herausforderung für uns. Du musst dein Leistungsniveau anheben, um dort bestehen zu können", sagte Gäste-Coach Gary Kubiak.
Heimvorteil auf dem Spiel
New England (9 Siege - 3 Niederlagen) hat seinen neunten Divisionstitel in den vergangenen zehn Jahren schon eingefahren. Die Texans (11:1) sind kurz davor.
Ein Auswärtserfolg könnte Houston eine potenziell ungemütliche Rückkehr nach Boston im kalten Januar ersparen, denn dann hätten sie bei einem Wiedersehen in der K.o.-Runde Heimrecht.
"Das Spiel hat für die Playoffs eine grosse Bedeutung. Wir würden es lieben, zu Hause zu bleiben", bestätigte Running Back Arian Foster, der die Liga mit 13 Touchdowns anführt.
Grosser TV-Deal
Eine gute Quote scheint für "ESPN" also vorprogrammiert. Schliesslich läuft für die Pats Star-Quarterback Tom Brady im Dezember regelmässig zur Hochform auf.
Seit der Sender 2006 die Übertragungsrechte übernahm, bricht die Berichterstattung sämtliche Rekorde im US-Kabelfernsehen.
2011 sahen durchschnittlich 13,3 Millionen Amerikaner zu. Dabei hat der Erfolg natürlich seinen Preis: ESPN zahlt seit 2011 für die nächsten acht Jahre die gigantische Summe von umgerechnet etwa elf Milliarden Euro.
Montana hält Rekord
Noch heute hat das Spiel der San Francisco 49ers gegen die New York Giants im Dezember 1990 mit 41,5 Millionen Menschen absolut die höchste Zuschauerzahl in der Geschichte.
Damals duellierte sich NFL-Legende Joe Montana mit dem heutigen TV-Experten Phil Simms und dem legendären Quarterback-Jäger Lawrence Taylor.
Ein ähnlicher Showdown könnte auch diesmal bevorstehen. Die Texans sind auswärts noch ungeschlagen und machten bisher ihrem Ruf als Mitfavorit auf den Super Bowl alle Ehre.
"Arian bekommt die Schlagzeilen, aber ihre Abwehr ist gefährlich. J.J. Watt ist ein unglaublicher Spieler", lobte Brady.
Interessante Trainingsmethode
Watt ist aktuell einer der grösste Spielmacher-Schrecken der NFL. Ihm gelangen bereits 16,5 Sacks - nur San Franciscos Aldon Smith (19,5) ist besser.
"Wir benutzen im Training Besen, um seine langen Arme zu simulieren", hatte Patriots-Coach Bill Belichick ungewohnt launig preisgegeben.
Die Gäste müssen jedoch die Passverteidiger Brice McCain (Fuss-OP) und Johnathan Joseph (Oberschenkelprobleme) ersetzen.
Brady mit vorfreude
Das könnte gegen Bradys gefürchteten Passangriff ins Auge gehen. Allerdings fehlen Brady in Julian Edelman (Saisonaus nach Fussverletzung) und Rob Gronkowski (Unterarmblessur) zwei seiner wichtigsten Anspielstationen.
"Mehr kannst du nicht verlangen: Monday Night Football im Dezember gegen ein Topteam. Da können wir zeigen, was wir draufhaben", bestätigte Brady.
SPORT1










