Carmelo Anthony straft Ex-Team ab
Von Eric Böhm
München - Die New York Knicks haben dank Carmelo Anthony ihre perfekte Heimbilanz auch im achten Spiel gewahrt.
Der Superstar kehrte beim 112:106 (61:58) über die Denver Nuggets bärenstark zurück. Gegen sein altes Team gelangen "Melo" 34 Punkte.
"Ich habe nichts gegen die Nuggets. Die Zeit ist vorbei. Es ging eher darum, unser Haus zu verteidigen. Da wollte ich unbedingt dabei sein", sagte Anthony
Ex-Mavericks trumpfen auf
Die vergangenen beide Spiele hatte der Olympiasieger wegen einer Schnittwunde am linken Mittelfinger verpasst, die mit fünf Stichen genäht werden musste.
Veteran Jason Kidd steuerte zum besten Heimstart seit 1992/1993 starke 17 Zähler bei. Der zweite Ex-Maverick Tyson Chandler (15 Punkte, 12 Rebounds) holte sich ein Double-Double.
"Melo wollte unbedingt spielen. Du willst dem alten Team zeigen, was ihnen jetzt fehlt. Ich glaube, das hat er geschafft", meinte Chandler.
Karl traut Anthony Titel zu
Anthony krönte Mitte des Schlussviertels per Dreier einen 17:2-Zwischenspurt, der aus dem 80:88 eine deutliche Führung machte.
Im Februar 2011 schickten ihn die Nuggets nach ständigen Querelen mit Coach George Karl in seine Heimatstadt.
"Ich habe immer gesagt, dass Melo irgendwann eine Meisterschaft gewinnt. Ihm wird noch bewusst werden, dass die Statistiken nicht so wichtig sind", konnte sich Karl eine Stichelei nicht verkneifen.
Nuggets rutschen ab
Denvers Point Guard Ty Lawson markierte 23 Punkte. Danilo Galinari - er kam damals für Anthony von den Knicks - erzielte 21 Zähler und neun Rebounds.
Während die Knicks Spitzenreiter der Eastern Conference bleiben, fielen die Nuggets im Westen auf Rang neun zurück.
"Wir haben einen Spieler heiss laufen lassen. Als Melo anfing zu treffen, war das Ding gelaufen", bialnzierte Denvers Kenneth Faried.
SPORT1 fasst weitere Partien aus der NBA zusammen:
* Oklahoma City Thunder - Indiana Pacers 104:93
Die Oklahoma City Thunder feierten durch das 104:93 (57:56) gegen die Indiana Pacers ihren achten Sieg in Folge und zogen mit San Antonio an der Spitze der Western Conference gleich.
Der dreimalige Scoring-Champion Kevin Durant verbuchte 27 Punkte. Russell Westbrook steuerte 21 bei und lieferte in der entscheidenden Phase einen Monster-Block gegen Indianas Center-Giganten Roy Hibbert.
"Solche Aktionen können den Ausgang eines Spiels beeinflussen. Es hat uns den letzten Kick gegeben", sagte Westbrook.
Diskrepanz belastet Indiana
Auf der Gegenseite kam David West auf 21 Zähler sowie neun Rebounds. Auch die beste Verteidigung der NBA konnte Oklahoma City nicht stoppen.
Die eigene Offensive bleibt die grösste Achillesferse. Kein Team erzielt im Schnitt pro Partie weniger Punkte.
In der Twitter-Affäre um Thunder-Forward Serge Ibaka verhängte die NBA eine Geldstrafe von 25.000 Dollar gegen Stephen Jackson.
Der Flügelspieler hatte den Spanier via Twitter nach dessen Rangelei mit Jacksons Kumpel Metta World Peace beim Spiel gegen die L.A. Lakers gedroht und ihn beleidigt, die Nachricht aber später gelöscht.
* Los Angeles Clippers - Toronto Raptors 102:83
Die Los Angeles Clippers bleiben im Westen auf dem Vormarsch.
Im heimischen Staples Center feierte das Team von Trainer Vinny Del Negro einen deutlichen 102:83 (44:47)-Sieg gegen die Toronto Raptors und damit den sechsten Erfolg hintereinander.
All-Star Blake Griffin lieferte mit 19 Punkten, neun Rebounds, vier Assists und drei Steals eine rundum dominierende Vorstellung ab. Sixth Man Jamal Crawford kam auf 16 Zähler.
"Auch unsere Bank hat herausragend gespielt. In meiner gesamten NBA-Karrirre war ich nach 20 Spielen noch nie so frisch. Wir verlieren keine Qualität, wenn die Starter pausieren", sagte Point Guard Chris Paul (16 Punkte).
"Mehr als fünf Starter"
Bei den Kanadiern, die im dritten Viertel den Anschluss verloren und mit nun 17 Pleiten aus 21 Partien in den Niederrungen der Eastern Conference feststecken, kam DeMar DeRozan auf 24 Punkte.
"Sie sind das am tiefsten besetzte Team der Liga. Du hast gegen sie keine Ruhepausen. Sie haben mehr als fünf Starter", lobte der Shooting Guard.
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