Durantulas Erfolgswelle erreicht Brooklyn
Von Eric Böhm
München - Der Harden-Schock ist verdaut: Bei den Oklahoma City Thunder läuft es wieder rund.
Der Abgang des Olympiasiegers hat nur kurz geschadet, der Vize-Meister versucht bei den Brooklyn Nets den sechsten Sieg in Folge zu landen.
Dass kein NBA-Team aktuell mehr Siege auf dem Konto hat, liegt hauptsächlich am Super-Duo Kevin Durant und Russell Westbrook.
"Russell ist der Schlüssel. Er ermöglicht mir offene Würfe und gibt mit seiner aggressiven Verteidigung den Takt vor", lobte Durant.
Durant wird immer stärker
Der dreimalige Scoring-Champion stellt sein Licht wie gewohnt unter den Scheffel. Nach einem durchwachsenem Start in Folge des überraschenden Harden-Deals trumpft er nun wieder sehr stark auf.
Während der Siegesserie kommt "Durantula" im Schnitt auf über 30 Punkte und trifft 56 Prozent seiner Versuche aus dem Feld.
"Er hat einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Er wird auch emotional immer mehr zum Anführer und fängt so James' (Harden, Anm. der Red.) Weggang auf", sagte Coach Scott Brooks.
Westbrook steigert sich
Der aus Houston verpflichtete Kevin Martin wird als wichtiger dritter Scorer ebenfalls immer stärker, aber vor allem Westbrooks Steigerung lässt die Thunder hoffen.
Die halbe Saison an der Seite von Routinier Derek Fisher hat den Aufbauspieler weitergebracht. Er leistet sich nicht mehr so viele Ballverluste und unkontrollierte Aktionen wie früher.
Aktuell sammelt er durchschnittlich fast 21 Zähler und neun Assists pro Spiel. Zudem legt der ungeheuer dynamische 24-Jährige auch in der Abwehr zu.
"Es gibt in dieser Liga nicht viele Jungs, die das Spiel in Abwehr und Angriff so stark beeinflussen können", bestätigte Brooks.
"Kader hat noch viel Potenzial"
Die beiden immer noch sehr jungen All-Stars geben ihren Einstand im brandneuen Barclays Center der Nets - gleichzeitig das einzige Gastspiel der Saison.
"Ich glaube, wir sind als Team deutlich stärker geworden. K-Mart ist ein guter Nachfolger für James. Unser Kader hat noch viel Potenzial", meinte Westbrook.
Damit meint er vor allem die bekannten Rollenspieler Serge Ibaka, Kendrick Perkins und den Schweizer Thabo Sefolosha. Speziell Ibaka zeigt immer öfter auch in der Offensive sein Potenzial.
Johnson fordert Blatche
Nach der Niederlage beim Champion in Miami bekommen es die Nets also gleich mit dem nächsten heissen Topteam zu tun.
Center Brook Lopez (Fussverletzung) wurde schon gegen die Heat schmerzlich vermisst und muss erneut von Andray Blatche ersetzt werden.
"Er kann das. Wir erwarten von ihm mehr Blocks und Präsenz in der Zone. Als Starter triffst du auf andere Kaliber", stachelte Joe Johnson seinen Teamkollegen an.
Williams mit Vorfreude
Nach dem Umzug aus dem drögen New Jersey gehören die Nets - auch aufgrund ihres schillernden Mitbesitzers Jay-Z - plötzlich zu den medial gefragten Mannschaften.
Parallel dazu stellte sich auch der sportliche Erfolg ein. Die Truppe um All-Star Deron Williams mischt an der Spitze der Eastern Conference mit und gewann acht von neun Partien in der neuen Arena.
"Ich denke, wir sind in Brooklyn angekommen. Die Thunder sind ein grosser Gegner. Es ist ein guter Härtetest für uns. Wir wollen unsere Klasse beweisen", sagte D-Will.










