Steelers: Ohne Big Ben gegen den Erzrivalen
Von Eric Böhm
Zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Wochen treffen die Erzrivalen der AFC North aufeinander.
Die Pittsburgh Steelers müssen am 13. Spieltag erneut ohne Quarterback Ben Roethlisberger gegen die Baltimore Ravens (ab 22.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) antreten.
"Big Ben" laboriert immer noch an seinen Schulter- und Rippenverletzungen. Weil auch Nummer zwei Byron Leftwich fehlt, wird erneut der 37-jährige Charlie Batch starten.
Batch verlangt Erfolge
"Wir müssen uns jetzt schnell finden. Jeder muss seine Aufgabe erfüllen, denn wir brauchen dringend Siege", forderte Batch.
Nach dem desaströsen Auftritt in Cleveland (8 Ballverluste) stehen die Steelers unter Druck. Gegen die starken Ravens droht die dritte Pleite in Folge.
Aktuell liegen sie gleichauf mit Cincinnati (sechs Siege - fünf Niederlagen) auf dem letzten Wildcard-Rang der AFC.
Hoffnungsträger Brown
"Es läuft momentan extrem schlecht. Hoffentlich kann ich etwas zum Umschwung beitragen", sagt Receiver Antonio Brown, der nach Knöchelproblemen zurückkehrt.
Das höchste der Gefühle scheint für Pittsburgh eine Abwehrschlacht wie im Hinspiel. Damals verloren die Steelers 10:13 gegen Baltimore.
Prunkstück Verteidiger
Die herausragende Abwehr gibt durchschnittlich nur 257 Yards pro Partie ab und könnte Safety Troy Polamalu zurückbekommen. Der Superstar fehlt seit dem 5. Spieltag mit einer Wadenverletzung.
"Das wäre extrem wichtig, trotzdem müssen wir auch Punkte machen", forderte Running Back Jonathan Dwyer. Er rückt für Rashard Mendenhall in die Startformation.
Favoritenrolle bei Ravens
Die Ravens gehen in jedem Fall als klarer Favorit in die Partie. Mit ihrem fünften Sieg in Folge würden sie sich einen Playoff-Platz sichern - bei einer Bengals-Pleite wäre es sogar der Divisionstitel.
Ausserdem steht die beeindruckende Heimserie auf dem Spiel. Seit 16 Partien gab es daheim in Maryland keine Niederlage mehr.
"Unser Team lebt für diese Möglichkeiten. Wir können einen ersten wichtigen Schritt hin zu unserem Ziel machen und gleichzeitig einen Konkurrenten distanzieren", sagte Coach John Harbaugh.
Hebel umgelegt
Zu der starken Kombination aus Quarterback Joe Flacco und Running Back Ray Rice gesellt sich nun auch wieder die Abwehr.
Nach dem Schock der Verletzung des Anführers Ray Lewis steckten die Verteidiger in der Formkrise, drehten aber zuletzt in San Diego auf.
"Die Jungs mussten Rays Fehlen auch mental wegstecken. Jetzt verbessern sie sich von Woche zu Woche", bestätigte Harbaugh.
SPORT1 blickt auf eine weitere Partie des 13. Spieltages der NFL:
* Chicago Bears - Seattle Seahawks
Ein richtungsweisendes Duell im Hinblick auf die Playoff-Plätze steigt in Chicago.
Die Bears empfangen die Seattle Seahawks (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) und wollen ihre Tabellenführung in der NFC North festigen.
Mit der Rückkehr von Quarterback Jay Cutler stoppten die Gastgeber ihren Negativtrend, die letzten beiden Heimspiele gegen Seattle gingen jedoch verloren.
"Wir haben schon einige Probleme weggesteckt. Die Defense und das Laufspiel sind gut. Wenn wir effizientes Passspiel beisteuern, ist noch viel möglich", sagte Cutler.
Personell drückt jedoch der Schuh: Neben zwei Guards fällt auch Return-Spezialist Devin Hester mit einer Gehirnerschütterung aus. Runner Matt Forte (Knöchelprobleme) hofft noch auf einen Einsatz.
Die Seahawks kämpfen dagegen mit ihrer Auswärtsschwäche. In sechs Partien gelang nur ein einziger Sieg. Trotzdem steht Seattle (6:5) noch auf einem Wildcard-Rang.
"In der vergangenen Saison haben wir dort gewonnen. Vielleicht gibt uns das einen Kick", hoffte Cheftrainer Pete Carroll.
* Denver Broncos - Tampa Bay Buccaneers
Peyton Manning kann seinem glanzvollen Comeback ein weiteres Kapitel hinzufügen.
Führt der Spielmacher die Denver Broncos auch gegen die Tampa Bay Buccaneers zum Sieg, ist der Divisionstitel in der AFC West unter Dach und Fach.
Es wäre zudem der siebte Erfolg hintereinander. Eine solche Serie gab es zuletzt 1998 mit Mannings heutigem Boss John Elway - später gelang sogar der Super-Bowl-Triumph.
"Das ist natürlich eine schöne Geschichte. Wir würden uns nicht beschweren, aber wir müssen weiter von Spiel zu Spiel schauen", wiegelt der MVP-Kandidat ab.
Die Bucs (6:5) sind aber nicht zu unterschätzen. Nach einem schwachen Saisonstart mischen sie im Playoff-Rennen mit und brauchen jeden Sieg.
Der starke Rookie Doug Martin ist ein Erfolgsgarant. Er erlief bisher bereits 1050 Yards und neun Touchdowns für die Truppe des neuen Coaches Greg Schiano.
"Peyton ist eine harte Nuss. Unsere Abwehr brennt auf die Herausforderung. Umso wichtiger sind in Denver eigene lange Angriffszüge", gab Schiano seinen Plan vor.
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