Nowitzki: Kein Blitz-Comeback!
Von Eric Böhm
München - Dirk Nowitzki hat seine Lektion gelernt: Er wird seine Rückkehr nach der Knie-OP nicht überstürzen.
Spekulationen über eine etwaige Blitz-Heilung erteilte der Ausnahmespieler der Dallas Mavericks eine Absage.
"Ich brauche reichlich Training, deshalb werden es einige Wochen werden. Aber ob es drei, vier, fünf, sechs werden? Ich habe keine Ahnung", sagte Nowitzki.
Erfahrung macht Nowitzki vorsichtiger
Die Erfahrung durch die Verletzungspause in der Meisterschaftssaison und die ohne richtige Vorbereitung angegangene Europameisterschaft 2011 haben den MVP von 2007 umdenken lassen.
"Es nervt. Aber wir müssen es so machen. Es wird nicht wie vor zwei Jahren laufen, als ich nach einer Trainingseinheit zu früh wieder auf dem Court gestanden habe", stellt Nowitzki klar.
Damals verpasste er neun Spiele wegen einer Knieverletzung - die bis dato längste Zwangspause seiner Karriere - und brauchte anschliessend einige Partien, um seine alte Klasse zu finden.
Jahre forder Tribut
Vielleicht ist die aktuelle Verletzung also sogar ein gutes Omen, denn im Sommer jenen Jahres führte "Dirkules" die Mavs zum ersten Meistertitel überhaupt.
Dem 34-Jährigen ist mittlerweile klar, dass er mehr auf seinen Körper hören und achten muss. "Ich hatte in den letzten 14 Jahren ein Mörderprogramm", betonte Nowitzki in der "Sport Bild".
Der brutale Spielplan der NBA fordert im Herbst der Karriere seinen Tribut - im Sommer war Nowitzki schliesslich oftmals auch noch für die Nationalmannschaft im Einsatz.
Nur Marion noch übrig
Dallas wird also vermutlich doch die veranschlagten drei bis sechs Wochen auf den elfmaligen All-Star verzichten müssen.
Wenigstens konnte er bereits leichtes Reha-Training aufnehmen. Den Saisonstart bestreiten die neuformierten Mavs am 30. Oktober bei den Los Angeles Lakers.
Neuzugang Elton Brand wird dann Nowitzkis Platz in der Startformation einnehmen. Damit bleibt nur Shawn Marion aus der ersten Fünf der vergangenen Spielzeit übrig.
Nowitzkis Feuer brennt noch
Gute Nachrichten gibt es für die Texaner dennoch. Nowitzki bestätigt in der "Sport Bild" nämlich, dass er nach Ablauf seines Vertrages im Jahr 2014 weiter in der NBA spielen möchte.
"Ich schätze schon, dass ich dann noch mal ein oder zwei Jahre dranhänge. Ich habe nicht vor, mit 36 aufzuhören. Das Feuer brennt immer noch in mir. Nur mein Körper kann mich stoppen", erklärte der Finals-MVP von 2011.
Darüber hinaus will er in einer noch nicht genau festgelegten Position den Mavericks treu bleiben und nun doch den amerikanischen Pass beantragen.
"Wenn ich nach meiner Karriere drüben bleibe und etwas für die Mavericks mache, wie es mir Mark Cuban (Mavericks-Eigner, Anm. er Red.) nahegelegt hat, ist das sicher sinnvoll. Aber unabhängig davon werde ich meinen deutschen Pass immer behalten", versprach Nowitzki.
SPORT1










