Cruz gewinnt 1. Kampf nach Outing
Der schwule Boxer Orlando Cruz hat den wohl schwersten Kampf seines Lebens gewonnen.
Der Federgewichtler aus Puerto Rico gewann im ersten Fight nach seinem Coming-out in Kissimmee in der Nähe von Orlando/Florida gegen den Mexikaner Jorge Pazos einstimmig nach Punkten (118:110, 116:111, 118:110) und erhielt bei seinem Triumph viel Zustimmung für seinen mutigen Schritt.
"Es war mein Moment, mein Glück, meine Geschichte", sagte der 31 Jahre alte Cruz nach dem Kampf vor 3000 Besuchern. Das Medieninteresse an dem Box-Abend in der Provinz war enorm, Journalisten aus der ganzen Welt hatten sich akkreditiert.
Der Puertoricaner kann nach seinem 19. Profisieg nun auf einen WM-Kampf hoffen.
Cruz wollte mit seinem Outing in der harten Männer-Welt des Boxens bewusst ein Tabu brechen. Angst vor Pöbeleien und Beschimpfungen am Ring hatte "El Fenomeno" nicht.
"Das Publikum war toll. Ich hoffe, dass ich meinen Sport nun frei und in Frieden weiter betreiben kann", sagte Cruz.
Anfang Oktober hatte Cruz für einen Paukenschlag in der internationalen Box-Szene gesorgt, als er sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte. Der 31-Jährige erklärte, er sei ein "stolzer, schwuler Mann". Cruz gilt weltweit als erster Boxer von internationaler Klasse, der sich outet.
"Ein mutiger Schritt", meinte auch Olympiasieger und Ex-Weltmeister Henry Maske.
