WADA-Chef denkt an Amnestie
John Fahey, der Vorsitzende der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), hat eine Generalamnestie für Dopingsünder im Sport ins Gespräch gebracht. In einem Gespräch mit nationalen Medien sagte der 67-jährige Australier:
"Der Aufsichtsrat ist sehr interessiert daran, über diese Angelegenheit nachzudenken."
An die Adresse des Radsport-Weltverbandes UCI, der sich im September gegen eine Amnestie für seine betroffenen Sportler ausgesprochen hatte, ergänzte Fahey: "Nicht die UCI entscheidet über eine Amnestie, das ist Sache der WADA."
An die Idee einer Amnestie habe man sich wegen der aktuellen Entwicklungen im Radsport erinnert. Daraus könne aber etwas Grösseres erwachsen.
"Man kann auch sagen: Wenn es woanders ähnlich Probleme wie im Radsport gibt, wascht sie alle rein und beginnt bei null."
Angesprochen auf die aktuellen Entwicklungen im Fall Lance Armstrong sagte Fahey: "Ich glaube nicht, dass der Bericht der USADA das Dopingsystem lückenlos aufdeckt. Ich denke, jetzt wartet die Welt darauf, was der Radsport in dieser Angelegenheit tut."
