NADA: Stiftungsmodell gescheitert
Dagmar Freitag sieht die Konstruktion der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) am Ende:
"Das Stiftungsmodell ist definitiv gescheitert", sagte die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag der Mittelbayerischen Zeitung. Die SPD-Politikerin sieht die Notwendigkeit einer Neuorganisation der NADA, in deren Etat für 2013 noch immer eine Lücke von 1,3 Millionen Euro klafft, durch eine möglicherweise staatliche Finanzierung.
"Ich weiss, dass das ein Systemwechsel wäre. Aber ich erhoffe mir Unterstützung für diese Idee von all jenen, die an der effektiven Dopingbekämpfung interessiert sind", sagt Dagmar Freitag und stellt die Frage:
"Sollen wir auf Dauer an einem System festhalten, das den sogenannten Stakeholdern zwar Einfluss in Form von Aufsichtsratsmandat und Stimme sichert, die aber nicht ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen, wie sie der Geist des Stiftungsvertrags vorsieht?"
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte Anfang des Jahres bei einem Runden Tisch vergeblich versucht, die Wirtschaft und die Bundesländer zu motivieren, sich stärker an der Finanzierung der NADA zu beteiligen.
Freitag: "Das ist weitgehend ergebnislos verpufft. Es gibt eine Zusage von Baden-Württemberg und einen Betrag von 128.000 Euro, verteilt auf drei Jahre. Das ändert aber nichts an der chronischen Unterversorgung."
