Friedrich: NADA-Rettung in Sicht
Die finanzielle Rettung der NADA ist in Sicht: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht erste konkrete Zusagen über die künftige Finanzierung der Nationalen Anti Doping-Agentur (NADA), die für 2013 noch eine Etatlücke von etwa 1,3 Millionen Euro aufweist.
"Wir sind auf einem guten Weg, der Appell an die Bundesländer zeigt erste Erfolge. Von einem Bundesland gibt es eine konkrete Zusage, ansonsten einige positive Signale", sagte der für den Sport zuständige Bundesminister am Donnerstag bei Olympia in London während des Besuches im Deutschen Haus.
Friedrich meinte damit die Zusage von Baden-Württemberg, das die Bonner Doping-Jäger in den kommenden drei Jahren mit einem Betrag von 128.000 Euro unterstützen will. Woher die Signale aus weiteren Bundesländern kommen, sagte der Minister nicht.
Friedrich forderte aber auch die Wirtschaft auf, den Kampf gegen Doping mehr als bislang zu unterstützen: "Wir stehen für die Integrität des Sports. Diejenigen, die in der Wirtschaft das Geld verdienen und die politische Verantwortung tragen, sollten diese Sache unterstützen."
Zur Erfurter Affäre um bestrahltes Athletenblut am Olympiastützpunkt äusserte sich Friedrich auf Anfragen nicht weiter. Stattdessen meinte Michael Vesper, Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft und Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Wir haben vor London in allen Fällen Grünes Lich bekommen von der NADA. Darum betrifft diese Geschichte Olympia nicht."
