Scarponi weist Vorwürfe zurück
Der italienische Radprofi Michele Scarponi hat den Erhalt von verbotenen Substanzen durch den umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari dementiert.
"Ich habe meine Rechtsanwälte beauftragt, Kontakte zur Antidoping-Staatsanwaltschaft von Italiens Olympiakomitee (CONI, d.Red.) aufzunehmen, um meine Position zu klären", schrieb Scarponi in einem von der "Gazzetta dello Sport" am Samstag veröffentlichten Brief.
Laut Gazzetta haben die Ermittler ein Gespräch zwischen Scarponi, der nach der Sperre des Spaniers Alberto Contador nachträglich zum Giro-Sieger 2011 erklärt worden war, und Ferrari über Dopingmethoden abgehört.
Auch Telefonate zwischen dem Russen Denis Mentschow, der die Italien-Rundfahrt 2009 gewonnen hatte, und Ferrari seien belauscht worden. Scarponi und Mentschow droht eine Sperre wegen Kontakten zu Ferrari.
Ferrari war 2004 wegen Sportbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. 2006 hatte ihn der italienische Radsportverband mit einer lebenslangen Sperre belegt. 2002 war ein Urteil des Verbandes ergangen, das allen italienischen Radprofis verbietet, sich an Ferrari zu wenden.
Zuletzt hatte Alex Schwazer, 2008 in Peking Olympiasieger über 50 km Gehen, Kontakte zu Ferrari zugegeben. Schwazer war vor seinem Start in London positiv auf EPO getestet worden.










