Verbands-Vize gesteht Doping
Der Vizepräsident des australischen Radsport-Verbandes Cycling Australia, Stephen Hodge, hat am Freitag Doping in seiner aktiven Karriere gestanden und mit seinem Rücktritt auch gleich die Konsequenzen gezogen.
"Während einer Phase in meiner Karriere als Radprofi habe ich leistungsfördernde Mittel genommen, eine Entscheidung, auf die ich nicht stolz bin", teilte Hodge mit, "es tut mir leid, dass ich das getan habe. Es war falsch. Ich entschuldige mich bei meiner Familie, beim Verband, meinen Freunden und meinen Fans."
Stephen Hodge hat eine erfolgreiche Laufbahn hinter sich. Für Australien nahm der ehemalige Landesmeister an zehn Weltmeisterschaften sowie an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teil. Sechsmal bestritt er die Tour de France. 1996 beendete er seine Karriere.
Hodge ist innerhalb von drei Tagen der zweite Offizielle, der dem australischen Verband nicht mehr zur Verfügung steht. Am Mittwoch war der frühere Radprofi Matt White nach seinem Dopinggeständnis als Sportdirektor entlassen worden.
Der ehemalige Teamkollege von Lance Armstrong hatte öffentlich zugegeben, in seiner Zeit beim Rennstall US Postal an den systematischen Dopingpraktiken des Teams beteiligt gewesen zu sein.
Der australische Verband verkündete daraufhin die Trennung von dem 38-Jährigen, der seinen Rücktritt selbst angeboten hatte.
White war von 2001 bis 2003 als Teamkollege von Armstrong für US Postal gefahren. Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hat Armstrong wegen seiner Verwicklung in die Dopingpraktiken lebenslang gesperrt.
Es wird erwartet, dass der Weltverband UCI dem 41-Jährigen unter anderem seine sieben Tour-Siege aberkennt.










