Laureus prüft Armstrong-Titel
Dem gestürzten Radprofi Lance Armstrong droht nach dem USADA-Bericht mit Beweisen und Angaben zum Ausmass seines Doping-Systems auch die Aberkennung seiner Auszeichnungen als Weltsportler des Jahres 2003 und für das Comeback des Jahres 2000.
Pressechef Gerald Meier von der Laureus-Stiftung bestätigte eine Prüfung der Thematik durch die zuständige Laureus World Sports Academy in London: "Die Akademie wird sich sicher zeitnah äussern", erklärte der Deutsche.
Die USADA hatte am vergangenen Mittwoch ihren Bericht zur lebenslangen Sperre gegen Armstrong vorgelegt und an die beteiligten Organisationen wie den Radsport-Weltverband UCI oder auch die WADA verschickt.
Das Dossier enthält nach USADA-Darstellung überwältigende Beweise dafür, dass Armstrong und sein früheres US-Postal-Team "das hochentwickeltste, professionellste und erfolgreichste Dopingprogramm durchgeführt haben, das die Sportwelt jemals gesehen hat".
Angesichts des USADA-Berichtes muss Armstrong mehr als jemals zuvor die Aberkennung seiner sieben Erfolge bei der Tour de France fürchten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) prüft ausserdem rechtliche Schritte, ob Armstrong die Bronzemedaille im Zeitfahren bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney aberkannt werden kann.










