Franke lobt Armstrong-Ermittler
Der renommierte Heidelberger Dopingexperte Werner Franke hat die Arbeit der US-Ermittler im Verfahren gegen den Ex-Radprofi Lance Armstrong gelobt.
"Das sind Leute, die einfach nicht aufgeben, wenn um sie herum auch alles korrupt ist", sagte der Molekularbiologe im Deutschlandradio Kultur.
Besonders hob Franke den Juristen Richard Young von der US-Antidoping-Agentur USADA hervor. Durch die aufgebrachten Beweise wäre es für Armstrong vor Gericht "peinlich geworden".
Gleichzeitig attackierte der 72-Jährige erneut den Weltverband UCI und bezweifelte einen Epochenwechsel im Radsport. Die UCI sei schon in der Vergangenheit "ein total korrupter Haufen" gewesen, der von "sehr zwielichtigen Figuren" geleitet werde: "Er ist völlig bedeutungslos, was Ehrlichkeit angeht."
Armstrong war am Freitag von der USADA lebenslang gesperrt worden. Alle Ergebnisse seit dem 1. August 1998 sollen gestrichen werden, damit auch seine sieben Siege bei der Tour de France von 1999 bis 2005.
Allerdings kann nur der Radsport-Weltverband UCI dem Amerikaner die Titel aberkennen. Zuvor hatte der Texaner den Rechtsstreit mit der USADA um die Dopingvorwürfe aufgegeben.










