Fehlstart statt Rekord für Merritt
Fehlstart statt Weltrekord: 15 Tage nach seinem Olympiasieg von London hat Aries Merritt seine Weltrekord-Ambitionen in Lausanne selbst zunichte gemacht.
Der Mann, von dem viele der 14.500 Zuschauer beim Diamond League-Meeting der Leichtathleten über 110 m Hürden die Steigerung der 12,87 Sekunden von Dayron Robles (Kuba) erwartet hatten, brachte sich wie Jamaikas Sprint-Star Usain Bolt bei der WM 2011 mit einem Fehlstart selbst um alle Chancen.
Das Rennen gewann Weltmeister Jason Richardson (ebenfalls USA) in mässigen 13,08. Merritt war beim Olympiasieg (12,92) bereits zum fünften Mal in diesem Jahr unter 13 Sekunden geblieben.
Auf der schnellen Bahn hatte kurz zuvor Weltmeisterin Carmelita Jeter (USA) in 10,86 Sekunden praktisch auf der Ziellinie die 100-m-Olympia-Revanche gegen Jamaikas zeitgleiche Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce gewonnen.
Die Olympiazweite Dawn Harper (USA) trumpfte in 12,43 Sekunden über 100 m Hürden auf und Olympiasieger Kirani James (Grenada) lief in 44,37 Sekunden erneut ein 400-m-Rennen der Extraklasse.
Zu den geschlagenen Olympiasiegern gehörte über 400 m Hürden Natalja Antjuch (Russland), die in schwachen 55,82 Sekunden beim Sieg der Jamaikanerin Kaliese Spencer (53,49) weit hinterher lief.
Nach den verpassten 1500-m-Medaillen in London dominierte Kenia durch Silas Kiplagat ein schnelles Mittelstrecken-Rennen in guten 3:31,78 Minuten vor dem Äthiopier Mekonnen Gebremedhin (3:31,96).
