Friedrich-Stalker gesteht
Hochspringerin Ariane Friedrich kann aufatmen. Der mutmassliche Stalker der 28-Jährigen gab eine sexuelle Belästigung zu.
Dies bestätigte die Marburger Staatsanwältin der "Bild": "Seine Angaben sind ausreichend für einen Tatnachweis."
Der 39-Jährige schickte Friedrich im April eine anrüchige E-Mail. Die Hochspringerin veröffentliche daraufhin die Mail sowie Name und Anschrift des Absenders auf ihrem Facebook-Profil und zeigte den Mann an.
Dazu schrieb sie: "Ich bin nicht mehr bereit, mich doppelt zum Opfer zu machen und stets zu schweigen. Ich bin es schlicht leid. Es gibt einfach einen Punkt, an dem Schluss ist."
Anschliessend sah sich die deutsche Rekordhalterin dem Vorwurf der Selbstjustiz ausgesetzt.
Die Marburger Staatsanwaltschaft übernahm Ermittlungen wegen der Verbreitung pornografischer Schriften. Mitarbeiter des Landeskriminalamtes hatten bereits im Mai 2012 die Wohnung des 38-Jährigen durchsucht und Datenträger sichergestellt.
Die Höhe des Strafbefehls wurde auf 1050 Euro festgesetzt. Dabei wurde berücksichtigt, dass der Mann bisher unbescholten war und ein Geständnis abgelegt hat. Als Strafmass wäre auch ein Freiheitsentzug möglich gewesen. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.
Friedrich wurde trotz Nichterfüllung der Norm vom DOSB für die olympischen Spiele in London nominiert.
