Zweite Pleite: DHB-Team vor EM-Aus
Die deutschen Handballerinnen stehen bei der Europameisterschaft in Serbien (LIVE im TV auf SPORT1) vor dem Aus.
Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen unterlag Ex-Europameister Ungarn in Novi Sad nach einem Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit mit 21:24 (14:11) und ist nach der Auftaktniederlage gegen den Olympiadritten Spanien (20:23) punktlos Tabellenletzter der Gruppe C.
Das abschliessende Vorrundenspiel am Freitag (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gegen Kroatien muss die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf den Einzug in die zweite Turnierphase zu haben.
Bei der 53. Niederlage im 73. Vergleich mit Ungarn (16 Siege) war Marlene Zapf (Leverkusen) mit fünf Toren beste deutsche Werferin.
Dabei erwischte das junge deutsche Team einen Blitzstart. Angetrieben von der starken Torhüterin Katja Schülke (Leipzig) und einer guten Abwehr kam die DHB-Auswahl in der Anfangsphase immer wieder zu leichten Toren nach Tempogegenstössen.
Kerstin Wohlbold (Thüringer HC) sorgte mit ihrem Treffer für eine 6:1-Führung in der achten Minute.
In der Folge schlichen sich in Abwehr und Angriff aber einige Unkonzentriertheiten ein. Angetrieben von ihrem Topstar Anita Görbicz kämpften sich die Ungarinnen Tor um Tor heran und fanden nach 25 Minuten beim 10:11 den Anschluss.
Doch die Mannschaft von Jensen, der vor der Begegnung Christine Beier (Frankfurter HC) in den 16er-Kader nachnominiert hatte, behielt in dieser ersten kritischen Phase die Nerven und baute den Vorsprung bis zur Pause dank guter Abwehrarbeit und geduldiger Angriffsleistung wieder auf drei Treffer aus.
Nach dem Wechsel kam ein Bruch ins Spiel der ersatzgeschwächten deutschen Mannschaft. Im Angriff schlichen sich technische Fehler ein, die Abwehr offenbarte nun einige Lücken. Über sieben Minuten blieb die DHB-Auswahl zu Beginn der zweiten Halbzeit ohne eigenen Treffer. Ungarn nutzte diese Schwächephase und glich zum 14:14 aus (37.).
Als seine Truppe erstmals in Rückstand geriet (15:16/39.), nahm Jensen früh in Durchgang zwei eine Auszeit. Der Trainer mahnte zu mehr Disziplin - zunächst ohne Erfolg. Besonders im Angriff fand die DHB-Auswahl lange Zeit kein Mittel. Häufig wurde zu überhastet abgeschlossen, oder die Bälle wurden unbedrängt ins Aus geworfen.
Die ebenfalls nicht fehlerfreien Ungarinnen gingen mit 20:18 in Führung (47.). Schülke hielt Deutschland mit ihren Paraden zwar im Spiel, doch im Angriff wurden selbst Grosschancen nicht genutzt.










