Finanz-Streit um Fan-Projekte
Der Streit um die Finanzierung der Fan-Projekte in den drei höchsten Fussball-Ligen spitzt sich weiter zu.
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verlangte als Vorsitzender der Innenminister-Konferenz (IMK) eine Komplett-Finanzierung durch die Deutsche Fussball Liga (DFL) und den Deutschen Fussball-Bund (DFB).
"Die Innenminister erwarten nach wie vor, dass die präventiven Massnahmen im Profifussball zu 100 Prozent durch den Fussball übernommen werden, sodass die Länder die frei werdenden Präventionsmittel aus der bisherigen Drittel-Finanzierung den Landesligen zur Verfügung stellen können", sagte Caffier der "Sport Bild".
Bislang übernahmen Liga/Verband, Kommunen und Bundesländer je ein Drittel der insgesamt neun Millionen Euro Kosten pro Jahr.
Liga-Präsident Reinhard Rauball reagierte ablehnend auf Caffiers Forderung: "Der Fussball hat sich im Rahmen der Diskussion um die Sicherheit bereit erklärt, seinen eigenen finanziellen Anteil zu verdoppeln - aber nicht, damit sich ein Bundesland oder eine Kommune aus dieser Verantwortung stehlen kann."
Dass der 1. FC Kaiserslautern sein Fanprojekt zum Jahresende einstellen muss, weil die Stadt ihren Anteil von 30.000 Euro nicht bezahlen will, macht Rauball wütend: "Das ist ein Armutszeugnis der Politik."

