Völler kritisiert Doppelfunktion
Sportchef Rudi Völler von Bayer Leverkusen hat die einstige Doppelrolle von Felix Magath als Trainer-Manager beim Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg im Nachhinein kritisiert.
"Was mir von Anfang an nicht richtig gefallen hat ist diese Doppelfunktion. Da glaube ich nicht dran. Ich habe beides schon gemacht. Ich war selbst Trainer, Nationaltrainer, Bundesligatrainer und auch wie jetzt Sportdirektor, wo ich im Management arbeite", sagte der 52 Jahre alte Weltmeister von 1990 bei "Servus-TV".
"Und ich weiss, was es bedeutet, das alleine schon gut zu machen, das ist ein Fulltime-Job und beides zusammen bekommt man zeitlich nicht hin."
Für den 90-maligen Nationalstürmer sind die Interessenlagen des Fussballlehrers und des Managers nur schwer auf einen Nenner zu bringen.
"Ein Trainer wird immer den kurzfristigen Erfolg suchen und nicht den in zwei, drei Jahren", betonte Völler, "aber wenn man im Management arbeitet, da muss man auch einmal über den Gartenzaun hinüberschauen, länger schauen und das wird ein Trainer nie tun. Und deshalb ist das für mich nie nachvollziehbar gewesen, dass man so etwas in einer Funktion machen kann."
Wolfsburg hatte sich am 25. Oktober von Magath getrennt, dessen Team in der Bundesliga eine Talfahrt hingelegt und die Rote Laterne des Tabellenletzten inne hatte.
Unter Interims-Coach Lorenz-Günther Köstner gewannen die Niedersachsen am vergangenen Samstag 4:1 bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und stoppten den Negativtrend.



















