Heldt: Kein Bayern-Durchmarsch
Schalkes Manager Horst Heldt glaubt trotz Rekordstart nicht an einen Durchmarsch von Bayern München. Im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 erklärte er: "Sie treten gerade sehr souverän auf, sehr nachhaltig, aber das wird kein Durchmarsch."
Dennoch: "Bayern bleibt Favorit auf die Meisterschaft, aber gratulieren werde ich jetzt sicher noch nicht." Eine Kampfansage Richtung München mache keinen Sinn, erklärte Heldt.
Beim derzeit noch verletzten Arjen Robben ist der Schalke-Manager sicher, dass er noch eine wichtige Rolle spielen kann. Allerdings vermutet er, dass es zu Unruhe kommen könnte, wenn alles Spieler wieder fit sind und sich aufdrängen. "Das kann dann vielleicht die Chance für alle anderen Vereine sein", sagte Heldt.
Nach dem 2:1-Sieg der Königsblauen beim Erzrivalen Borussia Dortmund wies Heldt zudem den Vorwurf von BVB-Seite zurück, Schalke habe schon früh auf Zeit gespielt.
Diese Aussage fand Heldt "im Nachgang lustig. Wir hatten einen souveränen Auftritt. Diese Aussage kam wohl aus der Emotion heraus."
Der Sieg gegen Dortmund sei "eine schöne Momentaufnahme, aber ich mache mir gar keine Gedanken, ob das jetzt eine Wachablösung sein soll."
Die Dortmunder Systemumstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr, "haben wir gut ausgenutzt", analysierte Heldt, "aber Dortmund hat auch einer gute Mannschaft gegenüber gestanden. Unsere Aussenverteidiger haben die Räumen dann entsprechend ausgenutzt."
Schalkes Manager gestand aber auch ein: "Als das System wieder verändert wurde, haben wir schon mehr Schwierigkeiten gehabt."
Bei einer möglichen Vertragsverlängerung mit Trainer Huub Stevens erklärte Heldt, man habe sich beiderseitig geeinigt, zu einem gegebenen Zeitpunkt Gespräche zu führen.
Gleiches gelte bei Klaas-Jan Huntelaar, mit dem man unbedingt verlängern will, weil er "exzellent nach Schalke passt."
Den Abgang von Superstar Raul nannte Heldt einen "herben Verlust, auch vom Image her". Er betonte aber: "Das war auch eine grosse Chance, weil jetzt junge Spieler die Chance haben, sich zu präsentieren. Wir sind auf einem guten Weg."



















