Cameron fordert harte Strafe
Die Rassismusvorfälle beim U-21-Play-off-Spiel zwischen Serbien und England (0:1) haben sogar den britischen Premierminister David Cameron auf den Plan gerufen.
Der Politiker sei "entsetzt" gewesen über die Szenen, die er vom Spiel in Krusevac gesehen habe, und fordere "harte Sanktionen", sagte sein offizieller Sprecher am Mittwoch.
Beim Playoff-Rückspiel in Serbien war der dunkelhäutige Spieler Danny Rose von den serbischen Zuschauer durch andauernde Affenlaute rassistisch beleidigt worden.
Im Anschluss an die Partie, in der die Engländer die Teilnahme an der EM 2013 in Israel gesichert hatten, war zudem rund um den 22-Jährigen ein wildes Handgemenge ausgebrochen.
"Auf einmal umzingelten mich die serbischen Spieler, schubsten mich und eine Schlägerei brach aus. Ich erinnere mich daran, dass ich zweimal geohrfeigt wurde", sagte Rose, der nach Spielschluss für das Wegtreten des Balls vom Schiedsrichter mit der Gelb-Roten Karte bestraft wurde.
"Die Affenlaute haben mich das ganze Spiel begleitet, bei jedem Ballkontakt haben sie es gemacht. Bei Einwürfen haben sie sogar mit Steinen nach mir geschmissen."
Bereits im Juni 2007 war der serbische Verband von der Europäischen Fussball-Union (UEFA) wegen rassistischer Vorfälle in einem anderen U21-Länderspiel - ebenfalls gegen England - mit einer Geldstrafe von 26.600 Dollar bestraft worden.
UEFA-Präsident Michel Platini hatte damals mit einer Wettbewerbsverbannung für das serbische Team gedroht.











