FIFA-Botschafter Farina zu Villa
Der ehemalige italienische Profi Simone Farina, dessen Anzeige eines Bestechungsversuchs im vergangenen Jahr einen Wett- und Manipulationsskandal auslöste, hat einen neuen Job.
Der FIFA-Botschafter für Fairplay wird beim englischen Erstligisten Aston Villa Gemeinschaftscoach. Farina soll in dieser Funktion unter anderem für die Entwicklung von Aston Villas Jugendprogramm für Integrität im Sport zuständig sein.
"Für mich ist es wichtig, weiterhin im Fussball tätig zu sein und mein Wissen weiterzugeben", sagte Farina: "Ich weiss, dass ich das Richtige tat, als ich das Angebot zur Spielmanipulation ablehnte. Ich habe nichts anderes gemacht, als mich an die Regeln zu halten. Meine Botschaft an die Jungen ist deshalb einfach: Haltet euch an die Regeln und habt Spass."
Dem damaligen Spieler des Zweitligisten AS Gubbio war vor der Pokalbegegnung vom 30. November 2011 gegen den Erstligisten AC Cesena 200.000 Euro angeboten worden. Er sollte dafür sorgen, dass sein Team verliert.
Farina zeigte den Korruptionsversuch bei den Justizbehörden an und brachte damit die zweite Phase der Ermittlungen im ausgedehnten Wett- und Manipulationsskandal ins Rollen.
Sie führte zur Verhaftung von 17 Personen, darunter die des ehemaligen Kapitäns des Erstligisten Atalanta Bergamo, Cristiano Doni.
Als Belohnung für seine Ehrlichkeit wurde Farina von Nationalcoach Cesare Prandelli zu einem dreitägigen Training mit der italienischen Nationalmannschaft eingeladen. Farina gilt in Italien seitdem als ein Symbol des sauberen Fussballs.

