Borowka kritisiert Vereine
Uli Borowka hat in "Bundesliga Aktuell" auf SPORT1 das Verhalten von Verband und Vereinen beim Thema Alkohol im Profifussball kritisiert. "Die Grauzone ist da: Es gibt genug Profis, die Probleme haben. Denen muss geholfen werden!", forderte Borowka.
Der Ex-Bremer thematisiert seine jahrelange Alkoholsucht in seinem in dieser Woche erschienenen Buch "Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fussballprofi und Alkoholiker".
"Ich hatte im Vorfeld einige Gespräche geführt: Es war ein bisschen Abneigung dabei, alles wurde ein bisschen weggeschoben - auch vom Verband, auch von einigen Vereinen. Es kann ja durchaus sein, dass der ein oder andere Verein auch den einen oder anderen Problemfall hat, wovon er nichts weiss", berichtete Borowka: "Es ist so - ich weiss es. Ich würde mir wünschen, dass jetzt ein Umdenken kommt."
Zu den aktuellen Problemfälle im deutschen Profifussball meinte er: "Keiner möchte Themen anpacken, die schlimm sind. Alles, was Probleme bereitet, wird weggeschoben. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen Gespräche führen können und würde mich wahnsinnig darüber freuen, wenn ich nicht nur weggeschubst werde.
Borowka ergänzte: "Wir haben viele Problemfälle - nicht nur wegen Alkohol. Es gibt ja auch noch andere Abhängigkeiten. Ich weiss es, weil die sich bei mir gemeldet haben. Auch wenn ich keine weitere Unterstützung bekomme: Wir werden einen Verein gründen und wenn wir in den nächsten Jahren nur einem Menschen helfen können, dann haben wir alles richtig gemacht. Und das ziehen wir auch durch!"



















