Seifert: 'Fussball in Bringschuld'
Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fussball Liga (DFL), hat in den Debatten um zunehmende Gewalt in den Stadien die Fans in die Pflicht genommen.
Nach den wiederholten Vorkommnissen aus der vergangenen Saison stehe die Bundesliga unter besonderer Beobachtung durch die Politik. "Der Fussball ist in der Bringschuld. Dazu gehört nicht nur die DFL, sondern dazu gehören auch die Fans", sagte der 44-Jährige am Mittwoch in Frankfurt/Main.
Der DFL-Chef forderte die Fangruppierungen dazu auf, sich deutlicher von Gewalt und dem Abbrennen von Pyrotechnik zu distanzieren. "Wir sind immer für einen offenen Dialog mit den Fans. Aber Gewalt und Pyrotechnik gehören nicht ins Stadion. Sich davon zu distanzieren, müsste eigentlich selbstverständlich sein."
Zudem stellte Seifert unmissverständlich klar, dass eine Aufhebung des Verbots der Pyrotechnik niemals verhandelbar sei.
Gleichzeitig räumte Seifert Versäumnisse ein, die von der DFL und dem Deutschen Fussball-Bund (DFB) in der Kommunikation mit den Fan-Vertretern in der Vergangenheit gemacht worden wären.
"Wir haben die Punkte erkannt, wo wir beginnen müssen, vor der eigenen Haustür zu kehren. Wenn die Fangruppen dies auch tun, kann der Dialog erfolgreich sein."
Darüber hinaus kündigten DFL und DFB für das Frühjahr 2013 erste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen der Sicherheitskonferenz an.
Auf dem Sicherheitsgipfel in Berlin, zu dem Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die Klubs von Bundesliga, Zweiten Liga und 3. Liga geladen hatte, waren Arbeitsgruppen zu den dringlichsten Sicherheitsthemen gebildet worden.



















