DFB ermittelt gegen Chemnitz
Dem Drittligisten Chemnitzer FC droht wegen des Fehlverhaltens einiger Chaoten im DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden (0:3) eine saftige Strafe.
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) leitete am Dienstag ein Ermittlungsverfahren wegen unsportlichen Verhaltens in zwei Fällen ein.
Dabei geht es um das Zünden von Rauchbomben sowie den Vorwurf der rassistischen Beleididungen gegen Dynamo-Stürmer Mickael Pote.
Der Verein distanzierte sich von den Unbelehrbaren und kündigte bereits an, bei einer Geldstrafe durch den DFB mögliche Regressansprüche bei den Übeltätern geltend zu machen.
"Diejenigen, die ermittelt werden, werden die Tat bitter bereuen. Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen und null Toleranz zeigen", sagte CFC-Vorstandschef Mathias Hänel: "Die Personen sind in meinen Augen Kriminelle und keine Fans."
Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) hatte das Sachsenderby in der 58. Minute wegen der beeinträchtigten Sicht durch die Rauchbomben für vier Minuten unterbrochen.
Die Polizei nahm einen 23 Jahre alten Verdächtigen, der einen Nebeltopf gezündet haben soll, vorübergehend fest. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Untersucht werden auch die durch TV-Aufnahmen belegten Verunglimpfungen einiger Chemnitzer Chaoten, die den dunkelhäutigen Pote mit Affengeräuschen bedachten.
"Ich kann das nicht nachvollziehen. Wir sind doch bei einem Fussballspiel und nicht im Zirkus", sagte Pote. Dynamo-Präsident Andreas Ritter dazu:
"Da muss eingeschritten werden, ansonsten führt es uns in eine Sackgasse. Das war des deutschen Fussballs unwürdig."

