Contes Antrag abgelehnt
Die Disziplinarkommission des italienischen Fussballverbandes FIGC hat am Mittwoch überraschend den Vergleichsantrag von Juve-Coach Antonio Conte abgelehnt. Mit dem Vergleich hatte sich zuvor der Ermittler des Verbandes, Stefano Palazzi, einverstanden erklärt.
Die Disziplinarkommission vertrat die Ansicht, dass Contes Antrag auf eine dreimonatige Sperre und auf die Zahlung einer Geldstrafe von 200.000 Euro unzulänglich sei.
Die Rechtsanwälte Contes forderten daraufhin, dass das Verfahren wegen Voreingenommenheit der Richter abgebrochen werde und vor einer anderen Kommission neu beginne.
Dem 43-Jährigen droht jetzt eine Sperre von mindestens sechs Monaten.
Der Coach des piemontesischen Rekordmeisters war vor rund drei Monaten von einem verhafteten Profi beschuldigt worden, 2011 noch als Trainer des AC Siena über Spielabsprachen informiert gewesen zu sein und seine Kenntnisse nicht gemeldet zu haben.
Er wurde jedoch vom Verdacht des Sportbetrugs entlastet. Der Fussballlehrer hatte bislang alle Vorwürfe bestritten.
Vor Beginn des Prozesses in Rom war es zu verbalen Scharmützeln vor dem Eingang gekommen. Eine kleine Gruppe von Juve-Fans beschimpften Palazzi und riefen "Hände weg von unserem Trainer!
Die Disziplinarkommission lehnte auch den Vergleichsantrag von Contes Ex-Klub AC Siena ab. Der toskanische Verein hatte sich zur Zahlung einer Geldstrafe von 40.000 Euro und zu einem Abzug von fünf Punkten bereiterklärt.

