Watzke fordert Blatter-Rücktritt
In der Schmiergeldaffäre beim Weltverband FIFA plädiert Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom deutschen Meister Borussia Dortmund für einen schnellstmöglichen Rückzug von FIFA-Boss Joseph S. Blatter.
"Ich schliesse mich den Rücktrittsforderungen von Reinhard Rauball an", sagte Watzke im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Liga-Präsident Rauball hatte Blatter schon in der Vorwoche nach Veröffentlichung von Gerichtsakten zur Affäre um den bankrotten FIFA-Vermarktungspartner ISL und der Reaktion des Schweizers in einem Telefonat vergeblich zur Amtsniederlegung aufgefordert.
Watzke räumte ein, dass ein zeitnaher Wechsel an der FIFA-Spitze aufgrund Blatters Ablehnung eines Rücktritts und der umstrittenen Vertrauenserklärung für den FIFA-Chef am vergangenen Dienstag durch das Exekutivkomitee schwierig herbeizuführen sei.
Gleichwohl würde der Deutsche Fussball-Bund (DFB) bei der Aufarbeitung der Affäre und den angekündigten Reformen zur Trockenlegung des Korruptionssumpfes bei der FIFA "bestimmt nicht" tatenlos zusehen.
Watzke: "Wir, die Vereine, haben uns schon positioniert", sagte der BVB-Chef mit Blick auf Rauballs Anruf in Zürich und auf Aussagen von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeness ("Ein Neuanfang geht nur ohne Blatter").

