Blatter wehrt sich gegen Vorwürfe
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, er habe die Schmiergeldzahlungem innerhalb des Fussball-Weltverbandes wissentlich geduldet.
"Ich heisse weder Bestechung gut, noch unterstütze oder rechtfertige ich sie", sagte der 76-Jährige der Schweizer Zeitung "SonntagsBlick".
Von den Millionen-Zahlungen an FIFA-Ehrenpräsident Joao Havelange und das langjährige -Exekutivmitglied Ricardo Teixeira habe er erst mehrere Jahre mit dem Bankrott des FIFA-Vermarkters ISL im Jahr 2001 erfahren.
"Es war die FIFA, die damals Strafanzeige erstattet hat und den ganzen ISL-Fall ins Rollen brachte", so Blatter: "Die Leute, die mich attackieren, wissen, dass es so ist, aber sie lassen nicht locker. Sie wollen mich weg. Wenn ich nun sage, es sei schwierig, die Vergangenheit an heutigen Massstäben zu messen, dann ist das eine generelle Feststellung."
Blatter betonte zudem, selbst niemals Schmiergelder empfangen zu haben. "Es ist amtlich, was ich schon immer gesagt habe: Ich habe nie irgendwelche Schmiergelder bekommen. Jetzt versuchen die gleichen Leute, mich auf der zweiten Ebene zu attackieren. Ok, er hat zwar kein Schmiergeld kassiert, aber er muss davon gewusst haben. Nein, nochmals: Erst nach dem Kollaps von ISL, Jahre später", sagte Blatter.
Am vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass Havelange und Teixeira (beide Brasilien) Schmiergelder der ISL angenommen hatten. Blatter hatte daraufhin in einem Interview auf "fifa.com" erklärt: "Damals konnte man solche Zahlungen als Geschäftsaufwand sogar von den Steuern abziehen. Heute wäre dies strafbar. Man kann die Vergangenheit nicht mit den Massstäben von heute messen. Sonst endet man bei der Moraljustiz. Ich kann also nicht von einem Delikt gewusst haben, welches keines war."











