DFL: Bayer soll auch abends spielen
Im Streit von Bayer Leverkusen mit den Anwohnern des Stadiongeländes hat sich die Deutsche Fussball Liga (DFL) zu Wort gemeldet.
"Grundsätzlich steht in der Lizenzierungsordnung, dass die Klubs eine uneingeschränkte Nutzung der Stadien gewährleisten müssen", sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus der "Bild am Sonntag".
Die Bewohner der unmittelbar an der BayArena gelegenen Siedlung hatten mit ihren Protesten wegen Lärmbelästigung gefordert, dass Bayer bei der DLF beantragen soll, in der Bundesliga keine Abendspiele mehr austragen zu müssen.
"Wir als DFL können den Klubs keine Garantie dafür geben, dass sie abends nicht antreten müssen", sagte Hieronymus: "Wir werden bei der Gestaltung des Spielplans jedoch, so gut es geht, versuchen, Lösungen für unsere Klubs zu finden."
Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hatte zuletzt erklärt: "Bei der Diskussion um die Lärm-Auseinandersetzung zwischen der Bayer Leverkusen Fussball GmbH und den Nachbarn in unmittelbarer Nähe der BayArena entsteht der Eindruck der totalen Konfrontation. Dies spiegelt aber nicht das bisher gepflegte Kommunikations-Verhältnis wider - zumindest das, was unser bisheriges Verhalten angeht. Wir wollen nach wie vor die Kooperation und nicht die Konfrontation."
Am 12. Juli soll eine Informationsveranstaltung stattfinden.
Der Klub habe alle Vorschriften, die in der Betriebsgenehmigung des Stadions enthalten sind, eingehalten und gegen keine Auflage verstossen. Wie ernst der Werksklub das Anliegen der Nachbarn nehme, zeigt auch der Antrag an die DFL, die neue Saison mit einem Auswärtsspiel beginnen zu können.
Holzhäuser: "Wir wollten einfach mehr Zeit gewinnen, um im Zusammenhang mit der Dacherneuerung auch Schallschutzmassnahmen besser berücksichtigen zu können."



















