Lauda will Kommunikation verbessern
Er ist dreimaliger Formel-1-Weltmeister, erfolgreicher Geschäftsmann, anerkannter TV-Experte - doch vor seinem Engagement als Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams sieht sich Niki Lauda erst einmal als Lehrling.
"Im Moment gehe ich in die Fabrik wie in eine Schule", sagte der Österreicher der "Bild": "Ich brauche Informationen, um mitdenken zu können. Ich bin derzeit der Hubschrauber von Mercedes und schau mir das Ganze an. Das wird noch länger dauern."
Wichtigste Bezugsperson für Lauda ist Teamchef Ross Brawn, er sei für ihn "die Hauptschule" und habe bei der Aufarbeitung der wenig erfolgreichen Saison 2012 "nicht einmal zur Diskussion" gestanden: "Der Ross hat nicht gewackelt, und er wird auch nicht wackeln. Er ist der Chef. Ich bin nur der Chef des Aufsichtsrates. Ich muss hingehen, alles aufnehmen und fragen: Wo gibt s Stärken, wo gibt s Schwächen?"
Wenn dies abgeschlossen ist, will Lauda "Ross und die Engländer motivieren, dass die Kommunikation mit Stuttgart besser wird", denn "Ressourcen zwischen Stuttgart und England wurden für mich zu wenig genutzt". In Stuttgart sitzt das Daimler-Werk, im englischen Brackley ist der Teamsitz.
In absehbarer Zeit erwartet der 63-Jährige, dass sich der Erfolg einstellen wird.
"Für die Grösse ihres Teams liegt Mercedes absolut super", sagte er: "Erfolg haben wir noch keinen, werden Sie jetzt sagen. Das stimmt auch. Aber von der Basis war ich doch positiv überrascht."










