Sutil verhandelt nicht mit Ex-Team
Adrian Sutil steht anscheinend vor einem Comeback in der Formel 1 - aus seiner Rückkehr zu Ex-Team Force India wird aber wohl nichts.
"Wir verhandeln derzeit nicht mit Force India", sagte Sutil-Manager Manfred Zimmermann "Motorsport-Total.com". Zuvor hatte Teamchef Vijay Mallya Sutil als Nachfolger für den wahrscheinlich zu Sauber wechselnden Nico Hülkenberg ins Gespräch gebracht.
Vor der vergangenen Saison hatte der damalige Testfahrer Hülkenberg noch den seinerzeit wegen Körperverletzung angeklagten und letztlich zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilten Sutil abgelöst.
"Adrian ist immer schnell, und ich würde ihn ganz sicher in Erwägung ziehen", sagte Mallya. Der 29 Jahre alte Sutil war in diesem Jahr als TV-Experte vor Ort, der Kontakt zum alten Team riss dadurch nie ab.
"Auch wenn ich ihn nicht für 2012 verpflichtet habe, so ist er doch immer noch bei uns willkommen", sagte Mallya nach zahlreichen Besuchen Sutils im Motorhome von Force India: "Das ist die Art von Kultur, die ich gerne in diesem Team haben möchte. Sehr freundlich, sehr informell."
Sutils Manager Zimmermann erwiderte: "Es ist sehr nett, dass Vijay ihn als Lösung im Hinterkopf hat, aber da ist nichts dran. Wir haben immer ein gutes Verhältnis zu Force India gepflegt. Das hat sich nie geändert."
Dennoch arbeite man an Sutils Sein Schützling Sutil soll dennoch bald wieder in der Formel 1 fahren. "Wir verhandeln mit anderen Teams um ein Renncockpit 2013. Wir gehen davon aus, dass es bitte Mitte November eine Entscheidung gibt."
Sutil erklärte, es bestünden "auf jeden Fall Chancen" für eine Rückkehr in die Königsklasse.
Der Abschied von Hülkenberg ist für Mallya aber noch nicht besiegelt. Er habe sowohl dem Rheinländer als auch dem Schotten Paul di Resta neue Verträge angeboten.
"Ich höre aus den Medien, dass Nico bei Sauber unterschrieben hat. Wenn er das getan hat, wünsche ich ihm viel Glück", sagte der indische Unternehmer: "Aber er hat sich nicht mit mir hingesetzt und mir das gesagt. Ich würde erwarten, dass er das tut, sofern er gehen würde."
Dennoch klang Mallyas Lob für Hülkenberg schon nach einer Abschiedsrede: "Ich habe ein hervorragendes Verhältnis zu ihm, er ist ein wunderbarer Junge. Er hat gute Leistungen für uns gebracht und wird immer ein Teil von uns sein. Aber ich werde ihm nicht im Wege stehen."
Bei Force India wird man sich nach einem anderen Kandidaten umschauen müssen. "Sollte Hülkenberg gehen, dann haben wir eine Liste mit Namen. Wird suchen keinen Fahrer mit Millionen, sondern wir brauchen einen schnellen Piloten", sagte Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer dem "Blick".










