Tarifverhandlungen ausgesetzt
Erneute Wende im Tarifstreit: Die NHL hat drei Gegenangebote der Spielergewerkschaft (NHLPA) zurückgewiesen.
Damit rückte das erhoffte schnelle Ende des Lockouts wieder in weite Ferne. Dabei hatte nach dem Angebot der Liga zu Wochenbeginn alles nach einer Einigung ausgesehen.
Hauptstreitpunkt bleibt die jährliche Verteilung der Gesamteinnahmen in Höhe 3,3 Milliarden Dollar. Die Liga will 50 Prozent - im alten Vertrag standen den Spielern noch 57 Prozent zu.
NHL-Commissioner Gary Bettman zeigt sich "tief enttäuscht" über die Angebote der Spieler. Danach hätten die Cracks entweder eine feste Summe - die laut NHLPA etwa 50 Prozent betragen hätte - erhalten, oder einem 50/50-Split in Verbindung mit der Einhaltung bestehender Verträge zugestimmt.
"Die dritte Variante hätte ihnen neben dem regulären Anteil noch 650 Millionen eingebracht. Letztendlich wären es wieder 57 Prozent gewesen. Es wären nie 50 Prozent geworden", sagte Vize-Commissioner Bill Daly.
Eine komplette Saison ist somit nicht mehr realistisch. Neue Gespräche wurden nicht vereinbart.
"Wir glauben, dass unsere Vorschläge einer grossen Schritt in Richtung Einigung gewesen wären. Die Liga sieht das leider anders", bilanzierte David Backes von den St. Louis Blues gegenüber "ESPN".
