Krupp gegen Doppelfunktion
Uwe Krupp ist ein Kandidat alsBundestrainer in Doppelfunktion, doch der ehemalige Auswahlcoach hält dieses Modell für ungeeignet.
"Aus meiner Historie als Bundestrainer glaube ich, dass ein Coach in Doppelfunktion viel zu viel Gegenwind ertragen müsste", sagte der Trainer der Kölner Haie im Interview mit der Fachzeitschrift "Eishockey NEWS".
Nach der Trennung von Ex-Bundestrainer Jakob Kölliker leitet derzeit das Kompetenzteam Sport mit den DEL-Managern Karl-Heinz Fliegauf (EHC Wolfsburg) und Peter John Lee (Eisbären Berlin), dem DEB-Vizepräsidenten Erich Kühnhackl und Oberliga-Manager Michael Bresagk (Löwen Frankfurt) die Geschicke im Nationalteam.
Für die Massnahmen und Länderspiele bis zum Olympia-Qualifikationsturnier im Februar 2013 will das Kompetenzteam Trainer aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nominieren.
"Das könnte ein Modell für die Zukunft sein. Aber man muss abwarten, wie es läuft", hatte Fliegauf kürzlich gesagt.
Dass nun ausgerechnet die DEL-Verantwortlichen eine Doppelfunktion bevorzugen, verwundert Krupp: "Die massgeblichen Personen wie Lee oder Fliegauf sind jetzt als Mitglieder des Kompetenzteams selbst in Doppelfunktion. Vielleicht hat sich ihre Perspektive dadurch geändert."
Krupp, der das Nationalteam von 2005 bis 2011 betreut hatte, sprach sich zudem für einen neuen Sportdirektor mit mehr Machtkompenzen aus.
Als Vorbild könnte hier Franz Reindl dienen, meinte der frühere Stanley-Cup-Gewinner: "Es gibt im deutschen Eishockey keinen zweiten Mann wie Franz Reindl."
Der ehemalige Nationalspieler ist nach seiner Entmachtung als Sportdirektor nur noch Generalsekretär im Deutschen Eishockey-Bund (DEB).
