Schweiz nach erstem Tag mit guter Ausgangslage
Romina Oprandi feierte eine gelungene Fedcup-Premiere. Die Bernerin setzte sich gegen Kirsten Flipkens (WTA 34) souverän mit 6:3, 6:3 durch. Obwohl in der Weltrangliste 33 Plätze weiter hinten klassierte bekundete Oprandi keine Probleme. In 70 Minuten fertigte sie die ehemalige Juniorensiegerin von Wimbledon und Flushing Meadows ab.
''War ein toller Nachmittag''
Schon gleich zum Start gelang Oprandi vor rund 1000 Zuschauern in der Sporthalle Wankdorf ein Break. Danach wurde sie nur noch kurz gestoppt auf dem Weg zum Erfolg, als Flipkens im zweiten Umgang 2:0 in Führung ging. Die Korrektur der Lokalmatadorin kam umgehend: Sie gewann die nächsten fünf Games und glich für die Schweiz damit zum 1:1 aus.
Die 26-Jährige zeigte sich nach dem Erfolg zufrieden über ihren Einstand: ''Das erste Fedcup-Spiel für die Schweiz hat ''gfägt''. Ich habe wirklich toll gespielt, deshalb war es für mich ein toller Nachmittag.''
Vögeles Steigerung kommt zu spät
Mit etwas Glück hätte die Schweiz 2:0 führen können. Denn vor dem Auftritt von Oprandi unterlag Stefanie Vögele (WTA 89) äusserst knapp der belgischen Nummer 1 Yanina Wickmayer (WTA 22) 1:6, 6:4, 6:8. Bis zum Anfang des zweiten Satzes lief nicht viel zusammen bei der Schweizerin. Nur einmal brachte sie ihren Aufschlag durch und lag 1:6, 1:2 bei Aufschlag Wickmayer zurück.
"Im ersten Satz war ich zu wenig aggressiv und kam nicht richtig ins Spiel rein. Danach habe ich wirklich gut gespielt'', resümierte Vögele nach dem Spiel.
In der Tat steigerte sich Vögele massiv. Sie nahm Wickmayer den Aufschlag ab und servierte in der Folge um Klassen besser. Der Gewinn des zweiten Satzes war der verdiente Lohn für die kämpferische Vorstellung.
Wickmayer in den entscheidenden Momenten besser
Nach dem Satzausgleich wehrte Vögele zunächst zwei Breakbälle ab, ehe sie kurz darauf eine exzellente Chance verpasste, eine möglicherweise entscheidende Differenz zu bewerkstelligen. Sie vergab etwas leichtfertig drei Chancen, Wickmayer den Service abzunehmen. Beide Spielerinnen zeigten nicht erst in den letzten Games eine starke Vorstellung. Es war für die rund 1200 Zuschauer in der Sporthalle Wankdorf ein äusserst unterhaltsamer Match.
Wickmayer war die etwas glücklichere und vielleicht nervenstärkere Spielerin. Sie retournierte bei 6:6 sehr aggressiv und schaffte das entscheidende Break. Souverän brachte sie danach ihren Aufschlag durch.
Oprandi, die beim ersten Spiel die Zuschauerrolle innehatte, meinte nach ihrem Erfolg: ''Bei Stefis Match wurde ich sehr nervös. Es ist fast anstrengender, wenn man zuschauen muss.''
''Leider kippte es nicht auf meine Seite''
"Es haben heute nur ein paar Punkte gefehlt, diesmal kippte es leider nicht auf meine Seite. Natürlich bin ich enttäuscht, aber das gehört zum Tennis dazu", zeigte sich Vögele fatalistisch.
Am Sonntag stehen sich ab 11.00 Uhr zunächst Oprandi und Wickmayer gegenüber. Dann folgt das Duell zwischen Vögele und Flipkens sowie das Doppel.
FedCup. Weltgruppe II. 1. Runde. In Bern (Halle/Sand). Zwischenstand: Schweiz - Belgien 1:1. - Stefanie Vögele u. Yanina Wickmayer 1:6, 6:4, 6:8. Romina Oprandi s. Kirsten Flipkens 6:3, 6:3.
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