Australian-Open-Form: Kerber sucht, Barthel findet
München - Andrea Petkovic? Verletzt. Angelique Kerber? Ausgeschieden.
Julia Görges und Sabine Lisicki? Machen sich auf den Weg zum nächsten Einsatz in Sydney.
Für die Aushängeschilder des deutschen Damentennis ist die erste Turnierwoche in Down Under bereits beendet, bevor es so richtig spannend wird.
Zuletzt scheiterte Kerber im Viertelfinale des WTA-Turniers in Brisbane. Die Weltranglistenfünfte aus Kiel unterlag der Russin Anastasia Pawljuschenkowa 6:7 (3:7), 6:7 (3:7).
Für Bundestrainerin Barbara Rittner kein Problem.
Rittner glaubt an Steigerungs-Potenzial
"Angie hat ein ganz enges Match verloren, aber insgesamt drei Matches gehabt. Sie wird sich weiter steigern", sagte Rittner. Noch sind es elf Tage bis zu den Australian Open in Melbourne (ab 14. Januar) .
Genug Zeit also, für das erste Saison-Highlight in Form zu kommen.
Während Kerber Steigerungs-Potenzial besitzt, ist Mona Barthel bereits in Grand-Slam-Form.
Rache für Görges
Die Weltranglisten-39. steht in Auckland/Neuseeland im Halbfinale und trifft dort am späten Donnerstagabend auf die Belgierin Yanina Wickmayer.
Zuvor hatte sie Johanna Larsson aus Schweden im Schnelldurchgang 6:2, 6:1 geschlagen und damit Revanche für die Niederlage ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges genommen, die eine Runde zuvor überraschend verloren hatte.
"Mona scheint den Jahresauftakt zu lieben und schon wieder in Hochform zu sein. Das ist toll zu sehen", sagte Rittner.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Barthel auf sich aufmerksam gemacht und als Qualifikantin das Turnier in Hobart/Tasmanien gewonnen. Es war Barthels erster und bisher einziger Erfolg auf der WTA-Tour.
Barthel geniesst Atmosphäre
"Ich freue mich, dass heute alles so gut geklappt hat. Es war ein besonders schönes Erlebnis, auf diesem Centercourt zu spielen. Er ist sehr schön, und die Leute, die unter den Sonnenschirmen sitzen und essen, verleihen diesem Court seinen besonderen Charme", schrieb Barthel auf ihrer Homepage.
Ihr erstes Halbfinale auf der WTA-Tour verpasste unterdessen Nachwuchshoffnung Annika Beck.
Beck unterliegt in Shenzhen
Die 18-Jährige aus Bonn unterlag im chinesischen Shenzhen der Lokalmatadorin Peng Shuai 6:2, 5:7, 2:6. Dabei schlug Beck bei 5:4 im zweiten Satz bereits zum Matchgewinn auf, musste sich letztlich jedoch der Erfahrung der acht Jahre älteren Chinesin beugen.
Für die amtierende Junioren-Siegerin der French Open war es dennoch ihre bislang beste Woche auf der WTA-Tour.
Auch Fed-Cup-Chefin Rittner war zufrieden mit der Weltranglisten-78. - wie mit dem ganzen Team: "Alle sind gut in die Saison gestartet. Ausser der armen Petko."
Die einst beste deutsche Tennisspielerin kuriert ihren Meniskusriss aus , den sie sich beim Hopman Cup im australischen Perth zugezogen hatte.
SPORT1










