Neu-Single Scharapowa: Fruchtgummis statt Basketballer
New York - Über den zweiten Sieg des Tages bei den US Open freute sich Maria Scharapowa besonders.
Die russische Diva gluckste, als die Bombe platzte. Sie lächelte verlegen, aber gleichzeitig auch so, als habe sie der ganzen Welt samt ihrer Klatsch-Kolumnisten endlich ein Schnippchen geschlagen.
Hochzeit im November in Istanbul? Mit ihrem Verlobten Sasha Vujacic - dem Basketballer mit Spitznamen "The Machine"? Pustekuchen.
Scharapowa bestätigt Trennung
Mit vier simplen Worten sorgte die bestverdienende Sportlerin dafür, dass der Tennissport im Allgemeinen und ihr Achtelfinaleinzug bei den US Open im Speziellen zu Randnotizen wurden.
"Ja, das ist korrekt", antwortete Scharapowa in der Pressekonferenz nach ihrem 6:1, 6:1 gegen Stanford-Studentin Mallory Burdette auf die Frage, ob eine Twitter-Botschaft ihres vermeintlichen Verlobten stimme.
Mediales Erdbeben
Ein Raunen ging durch den riesigen Raum im Bauch des Arthur-Ashe-Stadiums. Entsetzen bei den Journalisten. Trennung plus keine Hochzeit gleich Weltuntergang - so schien die Formel zu lauten.
Hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass der TV-Sender seine Live-Übertragung der Matches wegen der "Breaking News" aus dem Hause Scharapowa unterbrochen hätte.
Der Slowene Vujacic, nach einem NBA-Engagement bei den New Jersey Nets derzeit bei Anadolu Efes Istanbul unter Vertrag, hatte kurz zuvor gezwitschert, dass er und Scharapowa nicht länger ein Paar seien - und das bereits seit Frühjahr, wie sich später herausstellte.
"Keiner hat mich gefragt"
Dabei hatte die French-Open-Siegerin noch Anfang der Woche in New York auf Fragen nach dem dunkelhaarigen Beau, seinem Arbeitgeber und dem früheren Wohnort geantwortet. Business as usual eben.
Kein Verdacht kam auf. Scharapowa, gleichermassen als Superstar, Unternehmerin und Spitzensportlerin unter dem Brennglas der Öffentlichkeit, drehte den Spiess einfach um.
"Keiner hat mich direkt danach gefragt. Dabei habe ich doch nur darauf gewartet, bis einer nachfragt. Ich bin eben nicht die Person, die alles von sich aus mitteilt", sagte die 25-Jährige - und hinterliess eine verdutzte Medienschar.
Zu viel Reisestress
Was in der denkwürdigen Pressekonferenz folgte, war die Aufarbeitung einer Trennung, nach der die frühere Nummer eins wohl kurioserweise den grossen Triumph bei den French Open in Paris feierte.
"Wir hatten eine schöne Zeit zusammen, aber die Karrieren mit all den Reisen haben es verhindert, dass wir uns regelmässig sehen konnten", sagte Scharapowa, die Frau mit der besonderen Aura.
Die Liaison der beiden Profisportler war Ende 2009 bekannt geworden. Im darauffolgenden Oktober folgte die Verlobung, dokumentiert von einem Brillantring an der Hand der Werbe-Millionärin.
Kinderwunsch bleibt
Fortan wurde über den Zeitpunkt und den Ort der Hochzeit spekuliert - die Fragen danach waren Bestandteil jeder PK mit der blonden Hünin. Es gab Gerüchte, das Fest solle im November 2012 am Bosporus steigen. Alles passte.
Noch am Rande der US Open hatte Scharapowa angekündigt, nicht ewig Tennis spielen und irgendwann Kinder haben zu wollen. Wohl nicht mehr mit Sasha.
Eigene Fruchtgummis
Eine "doppelte Schwangerschaft" hat sie allerdings schon hinter sich, wenn man ihren Worten glaubt.
Bei der Präsentation ihrer Fruchtgummi-Linie "Sugarpova" in einem In-Laden auf der Fifth Avenue im Herzen des Big Apple sagte Scharapowa über die Zeit zwischen der Idee und dem Verkaufsstart der bunten Süssigkeiten: "Es war wie eine 18-monatige Schwangerschaft. Das ist jetzt mein Baby."
Die Gummiteile gibt es in zwölf Geschmacksrichtungen und in Form von Tennisbällen, Handtaschen und Stöckelschuhen. Auf Basketbälle hat Scharapowa in weiser Voraussicht verzichtet.
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