Siem landet Pariser Überraschungscoup
Paris - Marcel Siem hat überraschend den zweiten Turniersieg seiner Karriere auf der Europa-Tour gefeiert.
Der Ratinger kämpfte sich in Paris vom vierten Platz an die Spitze und strich mit 525.000 Euro das höchste Preisgeld seiner Laufbahn ein .
Auf dem Par-71-Kurs spielte der 31-Jährige zum Abschluss eine starke 67 und kam mit einem Schlag Vorsprung auf den Italiener Francesco Molinari ins Ziel.
Glaube an den Turniersieg
"Es bedeutet mir unglaublich viel, nach dieser langen Zeit wieder ein Turnier zu gewinnen, dass es diese so stark besetzten Open de France sind, ist unglaublich und ich kann es noch gar nicht richtig glauben", sagte Siem.
"Ich spiele bereits die gesamte Saison auf einem sehr hohen Niveau und war überzeugt davon, ein Turnier gewinnen zu können. Dass es hier passiert ist umso schöner."
Nervenstark auf der Schlussrunde
Trotz der negativen Erfahrungen beim Deutschland-Heimspiel in Puhlheim zeigte Siem eine couragierte Schlussrunde: "Ich muss zugeben, dass ich nach dem 14. Loch nervös geworden bin. Aber ich habe endlich die Nerven behalten, das war ein unglaublicher Tag."
Erst vor zwei Wochen hatte der Familienvater bei der BMW Open ebenfalls kurz vor Schluss geführt, dann aber den Ball ins Wasser gesetzt .
Führungs-Duo fällt zurück
Diesmal kam es anders. Siem, der seinen bislang einzigen Tour-Sieg 2004 in Johannesburg gefeiert hatte, verbuchte am letzten Tag fünf Birdies und leistete sich erst am 18. Loch einen Bogey .
Schon zur Halbzeit lag die Nummer 120 der Weltrangliste in Führung und behielt anders als noch am Samstag in der Schlussphase die Nerven.
Das Führungs-Duo David Howell (England) und Anders Hansen (Dänemark) fiel dagegen auf die Plätze vier und elf zurück.
Kaymer und Cejka enttäuschen
Siem gewann das Turnier als dritter Deutscher, zuvor hatten bereits Bernhard Langer (1984) und Martin Kaymer (2009) in Frankreich triumphiert.
Kaymer erwischte am Sonntag erneut eine schwache Runde. Der Weltranglisten-14. aus Mettman benötigte 77 Schläge und kam nur auf den 70. Platz.
Der Münchner Alex Cejka hatte bereits am Freitag den Cut für die beiden Schlussrunden verpasst.
SPORT1











