Dopingklage: Bruyneel legt Einspruch ein
München - RadioShack-Teammanager Johan Bruyneel setzt sich weiter energisch gegen die Vorwürfe der US-Anti-Doping-Agentur USADA zur Wehr und schöpft dabei alle rechtlichen Mittel aus.
Der 47-jährige Belgier hat kurz vor Fristablauf Einspruch gegen die Anklage eingelegt und den Fall damit vor ein Schiedsgericht gebracht.
Bruyneel hatte dies bis Samstag tun müssen, um einer Strafe der USADA vorerst zu entgehen.
Lebenslange Sperre droht
Bruyneel, der mit Dopingmitteln gehandelt und zum Missbrauch angeraten haben soll, droht eine lebenslange Sperre.
"Herr Bruyneel hat sich entschieden, tätig zu werden und den Fall vor ein Schiedsgericht gebracht. Dieses kann auch der Öffentlichkeit zugänglich sein", hiess es einem USADA-Statement.
"Wie in allen Fällen vor einem Schiedsgericht, werden sämtliche Beweise präsentiert und Zeugen in einem Kreuzverhör unter Eid aussagen, bevor ein unabhängiges Gremium den Fall entscheiden wird."
Was macht Armstrong?
Bruyneel, der auf den Besuch der 99. Tour de France verzichtet hatte, hofft, seine Unschuld zu beweisen und belegen zu können, dass "es in diesem Fall niemals so weit hätte kommen dürfen".
Bruyneels langjähriger Schützling Lance Armstrong, der wie Bruyneel und vier weitere Personen wegen Dopings angeklagt worden ist, hat noch bis Mitte August Zeit, den gleichen Schritt zu vollziehen oder Sanktionen der USADA zu akzeptieren .
Armstrong-Helfer gesperrt
Dem Texaner droht neben einer lebenslangen Sperre auch die Aberkennung seiner sieben Tour-Titel.
Zuletzt hatte die USADA Armstrongs frühere Helfer Michele Ferrari, Luis Garcia del Moral und Jose "Pepe" Marti wegen Manipulationen sowie Handel und Anweisungen zum Gebrauch von Doping lebenslänglich gesperrt und damit auch den Druck auf Bruyneel sowie den US-Amerikaner erhöht.
SPORT1










