Paffett hält Spengler auf Distanz
Hockenheim - Der Gesamtführende startet beim zehnten Saisonlauf in Hockenheim am Sonntag (14 Uhr) von Platz zwei und liess damit seinen ärgsten Verfolger Bruno Spengler hinter sich, der von Platz drei ins Rennen geht.
Spenglers Markenkollege Augusto Farfus (Brasilien) holte bereits seine zweite Pole Position in Folge.
Lob für das Auto
"Das Auto war heute hervorragend", sagte Paffett, "ich hatte grossen Spass."
Zwischen zwei BMW-Piloten zu stehen, stört den Briten nicht: "Wir sind alle faire Fahrer, ich bin da ganz relaxed." Auch Bruno Spengler war nicht unzufrieden mit der Leistung. "Ich stehe in der besten Position, um Gary zu überholen", sagte der zweimalige Vizemeister aus Kanada: "Das war ein sehr gutes Qualifying für uns."
Green fährt hinterher
Paffett steht als einziger Mercedes-Pilot unter den ersten Neun, der Gesamtdritte Jamie Green (Grossbritannien/Mercedes) wurde lediglich Zehnter und hat damit kaum noch Chancen auf den Titel. Routinier Mattias Ekström war als Vierter bester Audi-Pilot am Samstag.
Vor dem Finale hat Paffett mit 127 Punkten drei Zähler Vorsprung auf Spengler (124). Noch im Juni hatte das Polster auf den Kanadier 40 Punkte betragen. Green folgt mit derzeit 109 Punkten.
Titelverteidiger Martin Tomczyk (Rosenheim) fuhr im BMW auf den sechsten Platz vor seinem Markenkollegen Dirk Werner (Hannover) und Timo Scheider (Braubach), der als zweitbester Audi-Starter Achter wurde.
Ex-Formel-1-Fahrer enttäuschen
Für die früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher (Kerpen) und David Coulthard (Grossbritannien/beide Mercedes) endete das Qualifying enttäuschend.
Schumacher fuhr lediglich auf Platz 17, Coulthard geht bei seinem letzten DTM-Rennen von Startplatz 21 ins Rennen. "Das war wirklich ein schlechtes Qualifying. Wir müssen jetzt hart arbeiten, um die Saison ordentlich zu Ende zu bringen", sagte Coulthard.
Schluss für Coulthard
Für den Briten war bereits zum neunten Mal in der laufenden Saison nach dem ersten Qualifikationsdurchgang Schluss. Am Donnerstag hatte Coulthard, 2001 Vizeweltmeister in der Königsklasse, nach drei Jahren in der DTM seinen Abschied zum Saisonende erklärt.
Paffet hat die Trümpfe in der Hand
Kommt Paffett am Sonntag vor Spengler ins Ziel, liegt er im Endklassement vor dem Kanadier.
Um Green auf Distanz zu halten, reicht Paffett in jedem Fall Platz sechs.
Spengler holt seinen ersten Titel, wenn er in Hockenheim gewinnt. Wird er Zweiter oder Dritter und bleibt dabei vor Paffett, ist er ebenfalls Champion.
Green muss dagegen gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen.

