Generalprobe im Fürstentum für Bayer, Strutz und Co.
München/Monaco - Letzter grosser Formtest der Leichtathletik-Asse vor den Olympischen Spielen in London:
Beim Diamond-League-Meeting am Freitag in Monaco (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wollen sich einige Stars der Szene noch einmal Rückenwind für den ganz grossen Showdown in der britischen Hauptstadt holen.
Besonders prominent besetzt ist der Stabhochspung der Frauen.
Vize-Europameisterin Martina Strutz (Neubrandenburg) und Deutschlands Jahresbeste Silke Spiegelburg (Leverkusen/4,76 m) bekommen es mit Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin Jelena Issinbajewa (Russland), Brasiliens Weltmeisterin Fabiana Murer und Europameisterin Jirina Ptacnikova aus Tschechien zu tun.
"Wird eine enge Kiste"
"Ich denke, dass Jelena Issinbajewa einen raushauen wird", sagt Spiegelburg mit Blick auf die Russin, die bei ihrem Saisoneinstieg in der vergangenen Woche nicht über 4,75 hinausgekommen war.
"Sie wird deswegen sehr motiviert sein", glaubt Spiegelburg, "auch durch die anderen Springerinnen wird das eine sehr enge Kiste werden."
Bayer bleibt gelassen
Im Weitsprung der Männer wird Europameister Sebastian Bayer (Hamburg) testen, was die Konkurrenz kurz vor Olympia zu bieten hat.
Durch seinen Gold-Sprung von Helsinki auf 8,34 m ist er nicht nur im Feld mit dem starken Amerikaner Marquise Goodwin (8,33) und Mitchell Watt (8,28, Australien) Favorit, sondern auch im Kampf um eine Medaille in London.
Doch diesen Druck will Bayer möglichst nicht an sich heranlassen.
"Über eine Medaille zu reden, ist einfach. Eine Medaille zu holen, ist umso schwieriger", sagte der 26-Jährige, "jetzt gilt es, alles abzurufen, wenn es darauf ankommt."
Spannung über 400 Meter
Aus deutscher Sicht ist ebenfalls der Auftritt von Diskuswerferin Sandra Perkovic interessant.
Die Europameisterin aus Kroatien gilt in London gemeinsam mit der russischen Weltjahresbesten Darja Pischtschalnikowa als grösste Konkurrentin für Medaillenhoffnung Nadine Müller (Halle).
Mit besonderer Spannung werden die Rennen über 110 m Hürden und 400 m der Männer erwartet.
Über die Stadionrunde wird sich Olympiasieger LaShawn Merritt genau anschauen, wie seine Herausforderer für London in Form sind: Weltmeister Kirani James (Grenada), der WM-Dritte Kevin Borlee aus Belgien und der erst 18 Jahre alte Wunderläufer Luguelin Santos (Dominikanische Republik), der sich in dieser Saison bereits auf 44,45 Sekunden gesteigert hat.
Absagen von Robles und Fraser-Price
Über die Hürden misst sich der Weltjahresbeste Aries Merritt (12,93/USA) mit seinem Landsmann und Weltmeister Jason Richardson.
Kubas Olympiasieger Dayron Robles sagte ebenso kurzfristig ab wie Jamaikas Gold-Hoffnung Shelly-Ann Fraser-Price für die 100 m. Über 3000 m Hindernis peilt der Kenianer Paul Koech einen Meeting-Rekord (7:53,64 Minuten) an.
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