Deutscher Medaillenregen am EM-Schlusstag
Helsinki/München - Erfolgreicher Schlusstag für die deutschen Leichtathleten bei der EM in Helsinki.
Während die 4x100-m-Staffel der Frauen das fünfte deutsche Gold gewann, holten die Männer über 4x100m Silber und sowohl Björn Otto als auch Raphael Holzdeppe sprangen mit dem Stab auf das Podium.
Leena Günther, Anna Cibis, Tatjana Pinto und die über 100 m entthronte Europameisterin Verena Sailer siegten in der Europa-Jahresbestzeit von 42,51 Sekunden.
Silber gewannen in 42,80 die Niederlande, Bronze in 43,06 Polen .
Sailers Einzelniederlage "total wurscht"
Verena Sailer, über 100 m nur Sechste, erklärte nach Coup:
"Das Einzelrennen war total wurscht. Wir haben uns voll auf die Staffel konzentriert. Kurz vor dem Rennen hatte ich Angst, dass ich gar nicht laufen kann. Aber am Ende hatte ich so viel Adrenalin."
"Ohne Nervosität ging das nicht. Ich war sehr aufgeregt. Aber dann geht es auch am besten", erklärte Günther.
Trotz eines äusserst knappen Wechsels hatte Cibis "keine Angst": "Ich bin voll durchgelaufen. Wir haben das oft geübt."
Männer müssen sich Holland geschlagen geben
Julian Reus, Tobias Unger, Alexander Kosenkow und Schlussläufer Lucas Jakubczyk mussten sich in guten 38,44 Sekunden nur Überraschungssieger Niederlande geschlagen geben (38,34).
Bronze gewann in 38,46 Frankreich mit Europameister Christophe Lemaitre.
Mohr verliert Weltjahresbestmarke
Gleich zwei Medaillen gab es für Deutschlands Stabhochspringer:
Hinter Frankreichs mit 5,97 m siegreichem Titelverteidiger Renaud Lavillenie gewann Hallen-Vizeweltmeister Otto mit der Steigerung auf 5,92 m Silber und Holzdeppe mit 5,77 m Bronze.
Bei gleicher Höhe blieb Malte Mohr, der seine Weltjahresbestmarke (5,90) verlor, nur Rang vier .
Durch Silber und Bronze erhöhte das deutsche Team seine Bilanz nach fünf Siegen auf 13 Medaillen .
SPORT1
