Ronaldo hakt die Liga schon ab - ManU zählt
Von Christoph Lother
München - Eigentlich heisst der Gegner von Real Madrid am Samstag FC Sevilla .
Doch in Spanien sprechen sie derzeit alle nur vom bevorstehenden Giganten-Duell mit Manchester United am kommenden Mittwoch in der Championsleague.
Nicht nur in den Gazetten ist das Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen den englischen Rekordmeister Thema Nummer eins, auch bei den "Königlichen" selbst.
"Die Champions League hat eine grosse Bedeutung. Jeder Spieler träumt davon, sie einmal zu gewinnen", ist etwa Reals Mittelfeldspieler Michael Essien vor dem Duell mit Sevilla gedanklich schon einen Schritt weiter.
Auch Ronaldo freut sich auf Manchester
Auch Cristiano Ronaldo kann das erste Wiedersehen mit den "Red Devils" seit seinem Wechsel nach Madrid im Jahr 2009 kaum erwarten.
"Ich habe mir immer gewünscht, mal wieder gegen ManU zu spielen und nun ist es soweit. Es dürfte ein sehr emotionales Spiel für mich werden, weil ich immerhin sechs Jahre dort war. Aber wir haben das bessere Team und das wollen wir auf dem Feld zeigen", betont der portugiesische Superstar.
Titelverteidigung aufgegeben?
Die bevorstehende Aufgabe in der Liga hingegen ist für die Madrilenen nicht mehr als eine Randnotiz.
Angesichts seiner mittlerweile 16 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona könnte man sogar meinen, dass Starensemble von Trainer Jose Mourinho hätte die anvisierte Titelverteidigung in der Primera Division schon aufgegeben.
"Fakt ist, dass wir in der Liga bislang nicht sonderlich gut ausgesehen haben. Wir liegen etwas hinter den Topteams zurück, haben aber noch eine Chance, wenn auch eine kleine", fasst Ronaldo die derzeitige Situation zwar kurz zusammen.
Fokus auf Pokal und Königsklasse
Allzu lange möchte sich der 28-Jährige mit dem Blick auf die Tabelle aber nicht beschäftigen.
Stattdessen betont er: "In der Champions League und im Pokal sind wir noch im Rennen. Und wir werden alles geben, um zu gewinnen."
Nach wie vor sei es sein Ziel, "dem Team so gut es geht zu helfen, für so viele Tore und auch so viele Vorlagen wie möglich zu sorgen", versichert der Flügelspieler.
Trochowski schockt Real im Hinspiel
Das könnte Real auch gegen Sevilla gut gebrauchen.
Zwar liegt die Truppe von Trainer Unay Emery in der Liga derzeit nur auf Rang elf, aus den vergangenen drei Partien holte sie aber immerhin sieben Zähler.
Und auch an die erste Begegnung mit Real in dieser Saison haben die Andalusier beste Erinnerungen: am vierten Spieltag bezwangen sie den amtierenden Meister durch ein Tor des ehemaligen deutschen Nationalspielers Piotr Trochowski mit 1:0.
Özil nach Gelbsperre zurück
Während Sevilla auf die Dienste des am Knie verletzten Trochowski wohl aber noch bis zum Ende der laufenden Saison verzichten muss, könnte bei Real ein anderer Deutscher für neuen Schwung sorgen.
Mesut Özil kehrt nach abgesessener Gelbsperre in die Mannschaft zurück und gilt nach seinen ansprechenden Leistungen im Pokal-Halbfinale gegen Barca sowie beim 2:1-Sieg der DFB-Elf am vergangenen Mittwoch in Frankreich als Hoffnungsträger.
Seit 32 Heimspielen unbesiegt
Mut machen dürfte den Madrilenen auch ihre überaus beeindruckende Bilanz vor heimischer Kulisse.
Seit 32 Pflichtspielen sind die "Königlichen" im altehrwürdigen Estadio Santiago Bernabeu mittlerweile ungeschlagen, 26 davon konnten sie gewinnen.
Die letzte Heim-Niederlage kassierte Real vor über einem Jahr beim 1:3 im Pokal-Viertelfinale gegen Barcelona.
Gegen Sevilla soll das nach Ansicht der Madrilenen natürlich möglichst so bleiben.
SPORT1











