Wendt: ''Pospech bekommt einen Tunnel''
Von Bernd Felden
Istanbul/München - Oscar Wendt hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Vorsaison in die erste Elf der Gladbacher gespielt.
Der Schwede vertritt Kapitän Filip Daems, der mit Adduktorenbeschwerden weiter ausfällt.
Im ersten Europa-League-Spiel gegen AEL Limassol übernahm er auch die Rolle des Elfmeterschützen vom Belgier, scheiterte aber in der Nachspielzeit und vergab damit auch den Sieg.
Doch das ist abgehakt. "Wenn der Trainer will, dann schiesse ich. Und dann mache ich ihn auch rein", gibt sich der 27-Jährige im Interview mit SPORT1 selbstbewusst.
Wendt spricht vor dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz bei SPORT1 über das Duell mit Kumpel Zdenek Pospech, seine bisherige Saison und Comeback-Pläne in der Nationalmannschaft .
SPORT1: Die Europa League-Saison begann für Sie persönlich unglücklich, weil Sie im ersten Spiel in Limassol in der Nachspielzeit einen Elfmeter an die Latte geschossen haben. Trotzdem war Ihr Team schon vor dem Spiel In Istanbul für die K.o.-Runde qualifiziert und hat dort souverän gewonnen. Wie sehen Sie die Gruppenphase rückblickend?
Oscar Wendt: Wir haben uns ziemlich sicher durchgesetzt. Gegen Istanbul haben wir vor allem in der ersten Halbzeit sehr guten Fussball gezeigt. Wir hatten viel Ballbesitz, haben clever gespielt und zwei Tor geschossen. Es hätten sogar mehr sein können.
SPORT1: Nach dem 0:0 in Limassol und der Heimniederlage gegen Fenerbahce war Ihre Mannschaft in einer schwierigen Situation. Haben Sie da schon mit dem Ausscheiden gerechnet?
Wendt: Nein, das war ja erst das zweite Spiel. Da standen noch vier Partien aus, und im Fussball ist so viel möglich.
SPORT1: Zur Zeit spielen Sie bei der Borussia regelmässig. Sind Sie mit Ihren Leistungen zufrieden?
Wendt: Mittlerweile schon. Ich denke, dass es auch gegen Fenerbahce gut war. Es ist mit jedem Spiel besser geworden. Am Anfang war ich nicht auf Top-Niveau, dazu braucht man ein paar Spiele. Aber zuletzt war es gut - in der Offensive und in der Defensive. Ich hoffe, es geht so weiter.
SPORT1: Sie haben auch Ihren Platz in der schwedischen Nationalmannschaft verloren. Hat sich nach ihren regelmässigen Einsätzen der Nationaltrainer wieder gemeldet?
Wendt: Ich habe Kontakt zum Co-Trainer, er hat mich zuletzt auch beobachtet. Ich glaube, ich habe gute Chancen, bald wieder berufen zu werden.
SPORT1: Die beiden sensationellen Spiele gegen Deutschland und England haben Sie allerdings verpasst. Schmerzt das sehr?
Wendt: Das waren wirklich tolle Spiele. Aber 2014 ist die Weltmeisterschaft in Brasilien, da will ich dabei sein.
SPORT1: In der Bundesliga geht es jetzt gegen Mainz 05 an. Was erwarten Sie?
Wendt: Wir spielen zuhause und wollen unser letztes Heimspiel in der Hinrunde natürlich gewinnen. Ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, aber in der Bundesliga ist immer alles sehr eng.
SPORT1: Beide Teams hatten zu Beginn der Saison Schwierigkeiten, haben sich mittlerweile aber stabilisiert. Wer ist am Sonntag im Vorteil?
Wendt: Das wird man sehen. Bei uns war im vergangenen Jahr alles super. Da ist es einfach schwer, im Jahr darauf daran anzuknüpfen .
SPORT1: Sie werden es auf Ihrer Seite oft mit Nicolai Müller zu tun haben...
Wendt: Ich denke in erster Linie an meinen Freund Zdenek Pospech, mit dem ich in Kopenhagen zusammengespielt habe. Da muss was passieren. Entweder bekommt er einen Tunnel oder eine Verletzung (lacht).
SPORT1: Wenn es gegen Mainz einen Elfmeter geben sollte, würden Sie ihn dann schiessen?
Wendt: Bei uns gibt es viele Spieler, die schiessen wollen. Wenn der Trainer will, dann schiesse ich. Und dann mache ich ihn auch rein.
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