''Der Tanz hat gut geklappt, oder?''
Vom FC Bayern berichtetMathias Frohnapfel
München - Über das Tänzchen, das Claudio Pizarro gemeinsam mit den Herren Dante und Rafinha an der Seitenlinie aufführte, muss Dieter Bohlen noch befinden.
Die Choreographie war - nun ja - gewiss ausbaufähig.
"Das hat nicht so überragend ausgeschaut", urteilte FCB-Kapitän Philipp Lahm streng.
Dass Pizarro als dreifacher Torschütze dennoch der alles überragender Mann beim 6:1-Sieg des FC Bayern gegen Lille war, dafür braucht man nicht Bohlens Jurorenmeinung.
Eingesprungen für Mandzukic
Der Peruaner war für den erkälteten Mario Mandzukic eingesprungen - und wie! Seine erste Torchance: ein Treffer.
Die anderen beiden folgten in der ersten Hälfte, der Ex-Bremer schob damit nach seinem Doppelpack beim 4:0-Sieg im Pokal über Lautern einen dreifachen Streich hinterher.
"Ich habe viel gearbeitet", erklärte er am auf SPORT1-Nachfrage seinen Formanstieg. Lange war der 34-Jährige wegen diverser Verletzungen beim Rekordmeister nicht recht zum Zug gekommen.
"Fühle mich ganz gut"
Im Interview klärt Pizarro über den Grund für seine Tanzeinlage auf und spricht über Bayerns starke Verfassung.
SPORT1: Herr Pizarro, drei Tore gegen Lille in der Champions League, da kommt Freude auf, oder?
Claudio Pizarro: Natürlich macht es Spass, Tore zu machen und zu gewinnen. Drei Tore in einer Halbzeit das habe ich ja auch lange nicht mehr geschafft
Sind Sie nun in der besten Verfassung, seit Sie im Sommer zu Bayern gekommen sind?
Das weiss ich nicht, ich habe jetzt das dritte Spiel von Anfang gemacht, seit ich wieder bei Bayern bin. Ich brauche noch Spiele, ich hatte hier erst körperliche Probleme und Verletzungen, aber jetzt fühle ich mich ganz gut.
Wie wichtig war der deutliche Sieg mit Blickrichtung auf das Achtelfinale?
Sehr. Wir haben sehr gut gespielt, viele Tore gemacht, wir sind alle zufrieden.
Hat Bayern überragt, oder lag der torreiche Auftritt eher am schwachen Gegner?
Wir waren sehr gut, der Gegner war schon schwierig, wir haben schnell drei Tore gemacht, dann konnten sie nicht mehr.
Was sagt der Trainer eigentlich, wenn es 5:0 zur Pause steht?
Wir sollen die Null halten, das haben wir leider nicht gemacht (schmunzelt).
Ihr erstes Tor in der Champions League haben Sie mit einem Tänzchen gefeiert. Was steckt denn dahinter?
Das war ein neuer, brasilianischer Tanz, wir haben das beim Mittagessen besprochen und versucht, das auch zu zeigen. Das hat geklappt, oder? Wir haben den Tanz aber erst heute einstudiert.
Am Samstag geht es in der Bundesliga zu Hause gegen Frankfurt: Ist die Eintracht tatsächlich so stark, wie es Tabellenplatz drei aussagt?
Ich glaube ja, es wird für uns nicht leicht, wir sind aber in einer guten Phase und haben eine gute Mannschaft und werden das Spiel gewinnen.
Hoffen Sie nun gegen die Eintracht wieder in der Startelf zu stehen?
Das müssen Sie den Trainer fragen, ich weiss es nicht.
SPORT1











