Ex-Coach van Gaal giftet gegen Hoeness
München - Ex-Bayern-Trainer Louis van Gaal hat sein Ende beim deutschen Rekordmeister in der Saison 2010/11 noch nicht ganz verwunden und kritisiert offen den Münchner Präsidenten Uli Hoeness.
Er lässt aber auch durchblicken, dass ihm eine Rückkehr zu den Bayern grosse Freude bereiten würde.
"In all meinen Klubs bin ich noch mal als Trainer zurückgekommen, so wie in der Nationalelf. Jetzt bleibt nur noch Bayern. Ich würde es auf jeden Fall schön finden", sagte van Gaal Im Interview mit der "Sport Bild".
Nicht mehr mit Hoeness
Eine Bedingung hat der Trainer der niederländischen Nationalmannschaft aber für den Fall der Fälle. Die erneute Zusammenarbeit mit Hoeness kann er sich nicht vorstellen.
"Ich bin ganz ehrlich: Nein. Der Einzige im Klub, der immer auf meinen Abschied gedrängt hat, war Uli Hoeness. Kein Anderer. Darum wird auch keine weitere Zusammenarbeit mehr zwischen uns beiden möglich sein", erklärte der Bondscoach.
Van Gaal schätzt zwar die Bedeutung von Ex-Manager Hoeness für den FC Bayern ("Es war nicht Beckenbauer, Breitner oder jemand anderes, der den Klub so gross gemacht hat. Das war allein das Werk von Uli Hoeness"), für ihn ist die Machtverteilung beim Champions-League-Finalisten der vergangenen Saison viel zu einseitig: "Es ist keineswegs eine gute Sache, wenn die Macht bei so einem grossen Klub wie dem FC Bayern nur bei einer Person liegt. Für mich und meine Arbeit war Uli Hoeness also nicht so gut."
Ein Chef-Trainer müsse mit seinem Stab die Spieler beurteilen, weil er sie täglich in der Kabine und auf dem Platz sehe.
Van Gaal sagte dazu: "Der Präsident kann das nicht, weiss auch nicht, was in der Mannschaft wirklich passiert. Darum sollte er sich nicht einmischen."
Gomez ein "sehr sensibler Stürmer"
Auch die Kritik des Präsidenten an Stürmer Mario Gomez kann der 61-Jährige schwer nachvollziehen.
"Das ist etwas, das man nie mit Mario Gomez machen darf. Er ist ein sehr sensibler Stürmer. Es tut mir leid zu sehen, was nun mit Mario passiert", meinte van Gaal.
Zudem gab er noch einen Ausblick auf das Länderspiel seiner niederländischen Nationalmannschaft gegen das DFB-Team 14. November in Amsterdam.
"Deutschland hat im Moment viel mehr Weltklassespieler als meine Mannschaft, darum sind sie auch der Favorit im kommenden Duell", schätzt der Trainer die Kräfteverhältnisse vor dem Duell ein.
SPORT1



















