''Die Bundesliga wird sich freuen''
Vom FC Bayern berichtenMathias Frohnapfel und Julian Buhl
München - Bei den jüngsten Heimspielen des FC Bayern hatte Karl-Heinz Rummenigge zum Schluss immer noch einen flotten Spruch für die Journalisten parat.
Mal verabschiedete sich Bayerns Vorstandsboss mit dem Hinweis, noch den sonntäglichen "Tatort" schauen zu wollen, mal warnte er vor dem allzugrossen Andrang auf dem Oktoberfest.
Auf solche Bonmots verzichtete Rummenigge jetzt nach dem Ende der Rekord-Startserie des FC Bayern und der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen .
Die kuriosen Gegentore hatten Rummenigge zugesetzt - ebenso wie eine nicht immer konsequent geführte erste Halbzeit, wie er den Reportern im Arena-Bauch gestand .
Im Interview spricht Bayerns Boss über die Fehler gegen Leverkusen, die Auswirkungen für die Mannschaft und das Meisterrennen.
SPORT1: Herr Rummenigge, der FC Bayern hatte deutlich mehr Chancen als Leverkusen. Tut die Niederlage daher besonders weh?
Karl-Heinz Rummenigge: Wir können mit dem Spiel nicht zufrieden sein, wir haben in der ersten Halbzeit ein Stück zu wenig getan, um die Partie zu gewinnen. Dann läufst du in der zweiten Halbzeit der Zeit hinterher. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft gut gespielt, da hätte sie das Spiel noch drehen können, das ist aber nicht gelungen.
Was heisst das jetzt für die Bundesliga?
Die Bundesliga wird sich freuen.
Der FC Bayern hat bei beiden Gegentoren Pech gehabt, vor allem beim zweiten Treffer, als Jerome Boateng angeköpft wurde...
Ja, das ist möglich, dennoch muss man versuchen, das Spiel zu gewinnen. Vielleicht hatten wir es dann auch nicht verdient. Das müssen wir akzeptieren. Die Mannschaft wird nach der Niederlage Druck bekommen, damit muss sie fertig werden.
Wie sehen Sie jetzt die Ausgangslage?
Wir haben ein schweres Spiel in Hamburg vor uns, das weiss ich heute schon. Wir müssen zeigen, dass wir mit dem Druck besser umgehen können als im letzten Jahr. Der November 2011 war auch kein guter Monat - das müssen wir jetzt besser machen.
Frage: Kommt Druck jetzt auch von Ihnen?
Ich muss keinen Druck ausüben, ich bin neugierig, ob die Mannschaft das besser macht. Wir müssen es besser machen, denn die Klubs, die hinter uns sind, haben jetzt vier, fünf beziehungsweise neun Punkte Rückstand. Speziell für Schalke und Dortmund war das ein Sieg, der sie erfreut hat.
Befürchten Sie durch die Niederlage Auswirkungen auf die Stabilität des Teams?
Das hoffe ich nicht. Die Mannschaft hat Qualität, diesmal haben wir es aber speziell in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht. Wir haben dem Gegner da etwas zu viel Raum gelassen.
SPORT1



















